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Kirchentagspräsident Hoeppner nimmt das Licht für den Kölner Kirchentag im Empfang.
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Bad Doberaner Kerzengottesdienst zum G8-Gipfel: „Gerechtigkeit ist Gottes Name“
Bad Doberan (ran). Im Münster von Bad Doberan fand am Sonntag ein Gottesdienst zum Tod von 30.000 Kindern statt, die jeden Tag an Mangel von Brot, an schlechtem Trinkwasser oder an unzureichender medizinischer Versorgung sterben.
30.000 Kerzen waren dort und symbolisch wurden einige Tausend angezündet – die anderen wurde nach Ende des Gottesdienstes an 100 Gemeinden gegeben, die am kommenden Mittwoch um 18 Uhr die Kerzen im Gottesdienst entzünden werden zu einem „Heiligen Damm des Gebetes“. Damit brennen zur gleichen Zeit 30.000 Kerzen den Kindern zum Gedächtnis.
Zu Beginn des Gottesdienstes gedachte der Bad Doberaner Pfarrer Albecht Jax an die 400 verletzen Polizisten des Vortages: „Wir sind fassungslos. Aber unsere Fassungslosigkeit wird uns nicht sprachlos machen, denn Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der. Besonnenheit.
Die Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter sagte zu Beginn ihrer Predigt, daß "kein Parlament der Völker, keine Uno hat ihnen diese Art der Weltherrschaft übertragen." Man brauche den Geist von Pfingsten, "den Geist der Wahrheit."
in ihrer Predigt sagte die Lübecker Bischöfin, daß es „auf einer endlichen Erde kein unendliches Wachstum geben kann.“ Dann bezog sie sich auf den Propheten Jeremia, der vor 2.600 Jahren seinen Zeitgenossen schwer zu hörende Dinge sagen mußte, da Recht und Gerechtigkeit verkommen waren.
Wartenberg-Potter sagte, daß der Name Gottes „Gott der Gerechtigkeit“ sei und daß es ein Schweigen gäbe, das „zum Himmel schreit“. Das von den „würdigen Zielen des Lebens“ schweigt. Das seien die Ziele von Menschenwürde, Nächstenliebe und Befreiung. Die falschen Propheten dagegen sagen: „die Wirtschaft boomt wieder. Das kriegen wir in den Griff. Der Markt wird es richten. Was wollt ihr denn?“
Die Lübecker Bischöfin sagte auch, daß solche Zornesworte schwer zu ertragen sind. „Jeremia sah ein schlimmes Ende und wollte und will sein Volk im Auftrag Gottes retten. Auch uns. Stopp des Klimawandels, Brot für alle, eine gerechte Welt, sind möglich.“
Sie fragte am Schluß ihrer Predigt, woher man die Kraft für die Umkehr nähme und bezog sich auf das große Kreuz in der Kirche: Das Lebensbaumkreuz. So eine Kirche sei schon immer „ein Ort des Hoffens gegen allen Augenschein“ gewesen. und sie schloß ihre Ansprache, die mit langem Applaus bedacht wurde mit den Worten: „
Erbarme dich Gott und mach aus Heiligen Damm einen Ort, der seinen Namen verdient.“
Danach nahmen die 100 Gemeinden eine symbolische Kerze in Empfang und dann fuhren sie mit je 300 Kerzen in ihre Gemeinden, wo am kommenden Mittwoch die Gottesdienst stattfinden werden, damit zum Gipfelbeginn ein „Heiliger Damm des Gebetes“ stattfinden kann. (3.6.2007)
Bilder vom Tage 
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