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Präsident von Loeper
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Propst Ulrich aus Nordelbien
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Der Wismarer LS Siegert
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Das Ergebnis der Sondierungsgespräche wurde ausgeteilt und fand Aufmerksamkeit
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Propst Ulrich und Präses Dally
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Stralsunder Kreissynode zur Nordkirche: Viel Information – wenige Nachfragen
Stralsund (ran). Die Kreissynode zur Nordkirche im Kirchenkreis Stralsund am Mittwochabend besuchten Gäste aus Nordelbien und Mecklenburg aber nur eine geringe Zahl an Kreissynodalen, sodaß die Versammlung nicht beschlußfähig war – aber es lagen auch keine Anträge vor und es gab daher auch nichts zu beschließen.
Aus der nordelbischen Kirche war der Angelner Propst Gerhard Ulrich gekommen, der in seinem Grußwort – sollte es zu Verhandlungen über eine Nordkirche kommen – ein „Bildungsprogramm“ zum Kennenlernen anregte: „Was heißt das Amt und die Gemeinde? Was heißt Demokratie üben? Wie sind wir geworden in unseren Kontexten von Kirche?“
Auch der Wismarer Landessuperintendent Karl-Mathias Siegert war in die Auferstehungskirche Stralsund-Grünhufe gekommen. Er erinnerte an das gemeinsame Votum der pommerschen und mecklenburgischen Superintendenten vom Frühjahr, wo sie sich für die Bildung einer Kirche im Norden ausgesprochen hätten. Ihn ermutigten vier Gesichtspunkte, so Siegert: „Vielfalt bereichert – Vertrauen führt weiter – Die Vergangenheit kann mitgehen – Verheißung macht zukunftsfähig.“ Und Siegert schloß sein Grußwort: "Man kann fragen, was wird und - von der Gegenwart ausgehend - nach Prognosen und Trends fragen. Aber das reicht nicht. Wir müssen auch fragen, was kommt. Wer kommt uns entgegen. Wer sich auf diese Frage einläßt, richtet sich nach dem Horizont der Verheißung Gottes aus." Nach seinem Grußwort bekam Siegert mehr als freundlichen Applaus, denn er hatte die Gefühle vieler Anwesenden ausgesprochen.
Zuvor hatte Konsistorialpräsident Peter von Loeper ausführlich über das Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen den drei Kirchen informiert (siehe auch Berichte Greifswald und Demmin). Er wies dabei auf das sehr unterschiedliche Bauvolumen hin. „In Nordelbien passen nicht alle Gemeindeglieder in die Kirchen,“ sagte er, denn pro Gemeindeglied seien es 1,3 Kubikmeter Bauvolumen in Nordelbien, die von einem Gemeindeglied zu finanzieren seien, in Mecklenburg 16,3 und in Pommern 20,2 Kubikmeter.
Von Loeper stellte bei den Finanzen auch heraus, daß Nordelbien bisher etwas weniger in den EKD-Finanzausgleich zahle als die mecklenburgische und die pommersche Kirche bisher aus dem Ausgleich erhalten hätten. Die Größenverhältnisse der Haushalte stellten sich sehr unterschiedlich dar, so von Loeper. So habe die nordelbische Kirche einen Haushalt von 318 Mio Euro, Mecklenburg 37 Mio Euro und Pommern 18 Mio Euro. Pommern würde in einer Nordkirche mit 100.000 Gemeindegliedern nach Dithmarschen mit 95.000 Gemeindegliedern der zweitkleinste Kirchenkreis sein.
Bischof Hans-Jürgen Abromeit stellte nach dem Bericht den Beschlußvorschlag der Kirchenleitung zur Aufnahme förmlicher Verhandlungen vor und sagte im Hinblick auf die beiden Lösungen für die pommersche Kirche: „Es gibt keine theologischen Gründe, die für die eine oder andere Lösung sprechen.“ Es stelle sich die Frage nach dem Gestaltungsraum. Er wies darauf hin, daß man sich „bei einem EKBO-Beitritt von der mecklenburgischen Nachbarkirche im Bundesland trennen“ würde. „Eine EKBO-Orientierung würde von der Öffentlichkeit nicht verstanden werden,“ so der pommersche Bischof. "Wir bleiben in einer Nordkirche auf das Bundesland ausgerichtet - das erleichtert die Kommunikation mit dem Land und den Kreisen," sagte er und schloß: „In der Nordkirche „entsteht eine langfristig haltbare Kirche, die nicht nur mit sich selbst beschäftigt ist,“ sagte er zusammenfassend.
Der Kenzer Pfarrer und Vorsitzende des Pommerschen Pfarrvereins, Joachim Gerber, fragte nach der Notwendigkeit einer Mitgliedschaft zur Union Evangelischer Kirchen (UEK). Bischof Abromeit antwortete, daß die UEK „wie eine Familie“ sei. Es gebe eine lange Gemeinschaft untereinander mit gewachsenen Traditionen und gemeinsamen Erfahrungen. So sei etwa die Ausbildung im UEK-Predigerseminar für viele Pfarrerinnen und Pfarrer sehr prägend gewesen.
Auf Gerbers Frage, ob auch kleine Gemeinden weiterhin möglich seien, verwies Abromeit auf die Zwangsfusionen, die zur Zeit in der EKBO für Unruhe sorgten. „Wir sind bisher den Weg gegangen, Gemeinden zu fusionieren – wir hatten Gemeinden mit 38 Gemeindgliedern – aber wir haben das bisher nie im Streit gemacht. Zwangsfusionen wie in der EKBO machen wir nicht.“
Die Frage des Stralsunder Kreiskirchenratsmitgliedes Christian Bork richtete sich auf die Ausgestaltung des bisherigen Kirchenkreises Stralsund: „Was bedeutet es, nicht mehr Körperschaft des öffentlichen Rechtes zu sein?“ Darauf antwortete der Konsistorialpräsident und sagte, daß der neue Kirchenkreis Pommern Rechtsnachfolger der Kirchenkreise würde. Es werde eine Person geben, die die Aufgaben der bisherigen Superintendentin wahrnehme. „Eine Anstellungskörperschaft“ ist der ehemalige Kirchenkreis aber nicht mehr, so von Loeper. Dort gebe es geistliche Aufsicht aber keine Verwaltung mehr. Die Synodalen dieses Gebietes könnten dann als Bezirksversammlung zusammenkommen. Diese Ausgestaltung des gegliederten Kirchenkreises Pommern werde gegebenenfalls aber die pommersche Kreissynode vornehmen.
Es war ein Abend in gelassener Atmosphäre, bestimmt von viel Information und einigen Detailfragen und recht früh war die Versammlung beendet. 
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