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Bericht von der achten Sitzung des Jahres

Pommerscher Kirchenkreisrat: Vergoldete Inschrift am Lutherhof

08.09.2016 ǀ Weitenhagen.  Der Pommerscher Kirchenkreisrat hatte in seiner Sitzung im Juni die Realisierung einer öffentlichen Gedenktafel für die im November 2015 verstorbene Kirchenmusikdirektorin Prof. Annelise Pflugbeil beschlossen. In der achten Sitzung des Jahres 2016, die am Dienstag (6. September) in Weitenhagen stattfand, beauftragte das Gremium den Greifswalder Steinmetzbetrieb Nowak mit der Umsetzung des ebenfalls in der Sitzung vorgestellten und bestätigten Gedenktafelentwurfs. Zuvor hatte sich der Kirchenkreis mit dem Institutsrat des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaft, mit dem Ausschuss der Greifswalder Bachwoche sowie mit der Stadt Greifswald abgestimmt. Die Tafel für die auch als „Mutter der Bachwoche“ bekannte Kirchenmusikerin wird am Lutherhof, Wohnort und Wirkungsstätte von Annelise Pflugbeil, angebracht. Bei der Tafel, die der Pommersche Evangelische Kirchenkreis stiftet, handelt es sich um eine Granitplatte mit vergoldeten Buchstaben. Sie wird 50 mal 40 Zentimeter groß sein und folgende Inschrift tragen: „Hier wohnte 1975 – 2015 KMD Prof. Annelise Pflugbeil 1918 – 2015 Mitbegründerin der Greifswalder Bachwoche“.

Entlastung für Groß Kiesower Pilgerweg

Der Kirchengemeinde Groß Kiesow erließ der Kirchenkreisrat die Restsumme eines Darlehensvertrags aus dem Jahr 2010. In dem Jahr hatte die Kirchengemeinde für die Gestaltung eines Pilgerwegs von der damaligen Kirchenleitung der pommerschen Kirche ein Darlehen in Höhe von 8.000 Euro erhalten. Die für die Refinanzierung durchgeführte Spendenaktion erbrachte bis heute lediglich 1.890 Euro. Der Pilgerweg der Kirchengemeinde Groß Kiesow sei ein gutes, sinnvolles und regelmäßig, beispielsweise durch Frauenkreise oder bei Gemeindenachmittagen genutztes Projekt mit missionarischem Anspruch, begründete der KKR seine Entscheidung. Dass die Refinanzierung über Spenden nicht glückte, sei bei der Initiierung des Pilgerwegs nicht abzusehen gewesen. Zudem sei die Kirchengemeinde finanziell derzeit bereits stark durch Kirchensanierungen belastet.

Förderanträge für touristische Projekte

In seiner Juni-Sitzung hatte der Kirchenkreisrat darauf hingewiesen, dass im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis wie im vergangenen Jahr Anträge an den Tourismusfonds der Nordkirche für touristische Projekte gestellt werden können. Kirchengemeinden aus den Propsteien Demmin und Pasewalk hätten den Fonds bereits genutzt, jedoch könnten noch Gemeinden aus der Propstei Stralsund entsprechende Anträge stellen. Es stünden noch Mittel in Höhe von 40.000 Euro jährlich für vier Jahre zur Verfügung, hatte der KKR mitgeteilt. Daraufhin lagen dem Gremium nun drei Projekte aus der Propstei Stralsund sowie ein Projekt für den gesamten Kirchenkreis vor. Der KKR beschloss, für alle vier die entsprechenden Anträge zu stellen. Es handelt sich um die Betreibung der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund des Kreisdiakonischen Werks Stralsund, das Projekt „Kinder führen durch die St. Nikolai Kirche“ der Kirchengemeinde St. Nikolai in Stralsund, das Projekt „Offene Kirche“ der Kirchengemeinde Waase auf der Insel Rügen sowie das kirchenkreisliche Projekt „Spiritueller Sommer in Pommern“.

Kirchenkreislicher Kollektenplan für 2017 beschlossen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf den Kollektenplan für das Jahr 2017, in dem die kirchenkreislichen Kollekten aufgelistet sind und dem der Kirchenkreisrat zustimmte. Demnach ist die Kollekte am 15. Januar, Zweiter Sonntag nach Epiphanias, für das Schullandheim Sassen bestimmt. Die Kollekte am 12. März, Reminiscere, wird für die Flüchtlingsarbeit der Kreisdiakonischen Werke im PEK gesammelt. Am Ostersonntag, 16. April, geht die Kollekte an die Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis. Die Kollekte am 14. Mai, Cantate, kommt der Arbeit der beiden Kreisdiakonischen Werke zugute. Am 9. Juli, dem vierten Sonntag nach Trinitatis, gilt die Kollekte der TelefonSeelsorge MV und am 10. September, dem 13. Sonntag nach Trinitatis, wird für die Ökumenische Arbeit gesammelt. Die Arbeit im „Haus der Stille“ in Weitenhagen wird mit der Kollekte am 12. November, dem drittletzten Sonntag des Kirchenjahres, unterstützt. Zudem informierte der KKR über die Sprengelkollekten des kommenden Jahres. Sie sind für das Posaunenwerk MV, das Gustav-Adolf-Werk MV, den Naher Osten/Jerusalemsverein (Weltdienstkollekte), die Beratungsarbeit des Diakonischen Werkes MV (hier besonders für die Arbeit mit Flüchtlingen), die Kriegsgräberfürsorge MV und für das Bibelzentrum Barth bestimmt.

Neue Lehrkräfte für Tansania

Der KKR beschloss, einer Bitte des Synodalausschusses Ökumene zu entsprechen und der Antragstellung beim Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche aus dem Fond für Partnerschaftsprojekte über 1.733 Euro für das Projekt Makumira in Tansania zuzustimmen. Im Rahmen dieses Projekts wird die Ausbildung neuer Lehrkräfte finanziert. „Das Lutherische Institut in Kiomboi (LIK) der Zentraldiözese der ELCT (Evangelical Lutheran Church in Tanzania) braucht für seine Ausbildungstätigkeit neue Lehrkräfte. Zwei Pastoren der Diözese sollen einen zweijährigen Master-Studiengang an der Universität Makumira absolvieren und dadurch befähigt werden, am LIK ab Herbst 2018 zu unterrichten“, heißt es in dem Antrag.

Weitere Themen

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit der Termin- und Klausurplanung für das Jahr 2017, mit Mehrerträgnissen aus Pfarrland, mit der Neufassung der Verbandssatzung des Evangelischen Kirchengemeindeverbands Retzin, mit der Ende September geplanten Visitation in den Ev. Kirchengemeinden Dersekow-Levenhagen und Görmin, mit Personalfragen, mit der Vorbereitung der Herbstsynode, mit der Finanzsituation des Kirchenkreises, mit Sanierungs- und Bauvorhaben sowie mit den Friedhofshaushalten der Kirchengemeinden im Kirchenkreis. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 20. September 2016 statt.
Quelle: PEK (sk)