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Bericht von der zweiten Sitzung des Jahres 2019

Pommerscher Kirchenkreisrat: Festigung des ehrenamtlichen Engagements

21.02.2019 ǀ Weitenhagen.  Themen: Projektstelle für Orgelunterricht besetzt / Unterstützung für Studienreise des Vikarskurses / Kirchenkreisratsmitglied in Stiftungsvorstand des Klosters Verchen entsandt / Geld für Dachsanierung der Stralsunder Nikolaikirche

Der Pommersche Kirchenkreisrat (KKR) hat dem Votum des Stellenbesetzungsausschusses zugestimmt, die B-Kirchenmusikstelle „Orgelunterricht im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis“ mit der Kirchenmusikerin Dr. Ina Altripp zu besetzen. Diesen Beschluss fasste das Gremium in seiner jüngsten Sitzung in Weitenhagen. Damit wurde ein Synodenbeschluss vom 20. Oktober 2018 umgesetzt. Die Synode hatte die Einrichtung einer Projektstelle für Orgelunterricht im Stellenumfang von 50 Prozent für die Dauer von vier Jahren bis zum Jahr 2022 beschlossen. Der Bedarf an Organistinnen und Organisten in den Gemeinden des Kirchenkreises ist groß. Die Projektstelle wurde eingerichtet, um dieses ehrenamtliche Engagement zu fördern und dauerhaft zu festigen. Ehrenamtliche für das gottesdienstliche Orgelspiel auszubilden, könne zu einem großen Schatz werden, hieß es seitens des Kirchenkreisrats. Ina Altripp wird künftig an festgelegten Orten in jeder der drei Propsteien den Unterricht direkt vor Ort anbieten.
 
Nachwuchsarbeit ist von großer Bedeutung
 
In einem weiteren Beschluss entschied der KKR, die Studienfahrt des Vikarskurses „Ost-Nord 2017-2020“ mit 2.500 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ zu unterstützen. Der Kurs plant die Reise durch die Nordkirche im April unter dem Motto „Von Greifswald nach Hamburg“. Dabei wollen die Vikarinnen und Vikare exemplarisch ausgewählte Orte in mehreren Kirchenkreisen ihrer zukünftigen Wirk- und Arbeitsstätte besuchen sowie die Pluralität und Vielfalt der Landeskirche lebensnah erfahren. Als Vikare werden Theologen während des praktischen Teils ihrer Ausbildung bezeichnet. Von den 16 Mitgliedern des Kurses sind sechs in Gemeinden des PEK in Ausbildung. Der Kirchenkreisrat betonte im Zusammenhang mit diesem Beschluss die enorme Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Der weitere berufliche Weg der Vikarinnen und Vikare sei dem Kirchenkreis ein wichtiges Anliegen, so der KKR. Zudem wertschätzte das Gremium das Vorhaben des Vikarskurses, während der Studienfahrt die Bandbreite kirchlichen Lebens innerhalb der weitläufigen Landeskirche zu erkunden.
 
Entsendung in Stiftungsvorstand „St. Marien Kloster Verchen“
 
In den Stiftungsvorstand der Stiftung „St. Marien Kloster Verchen“ entsandte der KKR das Kirchenkreisratsmitglied Reinhard Kurowski. Der Vorstand der Stiftung hatte den KKR um die Nachwahl eines Vertretenden gebeten. Länger als zehn Jahre beteten und arbeiteten drei Schwestern der Communität Christusbruderschaft – deren geistliches Zentrum sich in Selbitz (Oberfranken) befindet – in Verchen und Umgebung. Im Mai 2015 wurden sie nach ihrer Abberufung mit großem Bedauern und mit großem Dank durch den Kirchenkreis verabschiedet. „Leider ist es noch immer nicht gelungen, das Kloster neu zu besetzen. Dennoch soll die Stiftung in der Hoffnung erhalten bleiben, dass das Kloster einst wiederbelebt werden kann“, so der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin. Mit der Entsendung von Reinhard Kurowski werde eine inhaltliche Verbindung zwischen dem „Haus der Stille“ in Weitenhagen und dem Kloster Verchen geknüpft, da Reinhard Kurowski Vorsitzender des Kuratoriums des „Hauses der Stille“ ist, so Gerd Panknin.
 
Letzter Sanierungsabschnitt am Dach der Stralsunder Nikolaikirche
 
Der Kirchenkreisrat stellt für den letzten Abschnitt der Dachsanierung der Kirche St. Nikolai in Stralsund im Rahmen einer Verpflichtungsermächtigung aus dem Fonds „Sonstige Kirchen“ des Haushaltsjahrs 2020 Mittel in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung. Dadurch wird es für die Kirchengemeinde möglich, Eigenmittel im Rahmen der Bewilligung aus dem Städtebau-Förderprogramm zur Durchführung bautechnisch dringender Leistungen zu sichern. Die zuständige Baubeauftragte des Kirchenkreises hatte dem Kirchenkreisrat in einem Schreiben die bauliche Notsituation bestätigt. Zudem ist die Kirchengemeinde nicht in der Lage, die Mittel selbst aufzubringen, wie aus einer Mitteilung der Finanzabteilung des Kirchenkreisamts hervorgeht. Die Sanierung des in den 1970er Jahren nicht fachgerecht ausgeführten Kupferdachs der Nikolaikirche wird seit 2011 abschnittsweise durchgeführt. Durch das fehlerhafte Dach kam es zu Zerstörungen am Dachstuhl aufgrund von Fäulnis und Schwammbefall. Der aktuelle Sanierungsabschnitt des Dachs ist mit 600.000 Euro beziffert. Damit kann die Sanierung der Dächer – abgesehen von den Dächern der Türme – inklusive Dachtragwerk und Obergadenfenster abgeschlossen werden.
 
„Haus der Stille“ sucht Verstärkung für die Küche
 
Die Wirtschaftsleiterin des „Hauses der Stille“, Petra Klatt, informierte den Kirchenkreisrat mit großem Bedauern darüber, dass der hervorragende Koch des Hauses seine Beschäftigung aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Nun werde dringend ein neuer Koch oder eine neue Köchin gesucht, so Petra Klatt. Das Haus biete große Entfaltungsmöglichkeiten für die kreative Küche sowie ein angenehmes Team und Arbeitsklima. Zur Stellenausschreibung
 
Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit der Vorbereitung der Frühjahrssynode, die am 29. und 30. März in Züssow stattfindet, mit der Vorbereitung der KKR-Klausur vom 29. Mai bis zum 2. Juni in Koszalin (Köslin), mit Finanzfragen, mit der Beteiligung an Mehrerträgnissen aus Pfarrvermögen, mit Personalfragen, mit kirchengemeindlichen Strukturen, mit Grundstücksfragen, mit weiteren Bau- und Sanierungsvorhaben, mit der anstehenden Neuberufung der Beauftragten für Geschlechtergerechtigkeit sowie mit der Bauverwaltung in der Nordkirche. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrats findet am 19. März 2019 statt.
Quelle: PEK (sk)


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