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Bericht von der zehnten Sitzung des Jahres

Pommerscher Kirchenkreisrat: Erinnerung an Vergangenheit wach halten

18.10.2019 ǀ Weitenhagen.  Unterstützung für Jugendreise nach Auschwitz und Krakau, Mauerfallgedenken und Israelreise / Projekt „Kirche hörbar machen“ erhält Mittel / Berufung in den Ausschuss Arbeit mit Frauen / Finanzierung zahlreicher Sanierungsvorhabe

Der Pommersche Kirchenkreisrat (KKR) unterstützt die Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau der Offenen Jugendarbeit der Evangelischen Altstadtgemeinden in Greifswald mit 855 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“. Diesen Beschluss fasste das Gremium auf seiner jüngsten Sitzung in Weitenhagen. Bestandteil der Reise sind Seminare und Begegnungen sowie eine umfangreiche thematische Vor- und Nachbereitung. Angesichts aktueller Ereignisse und Entwicklungen in der Gesellschaft seien derartige Angebote für junge Menschen, die das Erinnern wach halten, von besonderer Bedeutung und Wichtigkeit, so der Kirchenkreisrat zu der Entscheidung.
 
Gedenkveranstaltung zum Mauerfall
 
Ebenfalls aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ sagte der KKR für die Gedenkveranstaltung „30 Jahre Mauerfall“ am 9. November im Greifswalder Dom eine Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro zu. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai Greifswald plant die Veranstaltung gemeinsam mit dem Veranstaltungszentrum Koeppenhaus, mit dem Stadt-Ökumene-Kreis sowie mit dem Kulturamt der Hansestadt. Die Planungen sehen vor, an die Geschehnisse rund um den Mauerfall zu erinnern und sie in lebendiger Weise in das heutige Zeitgeschehen zu projizieren. Dazu soll es eine Installation geben, Podiumsgespräche, musikalische Auftritte sowie einen Empfang. Der Kirchenkreisrat äußerte seine Wertschätzung für dieses unter Einbeziehung vieler Akteure der Stadt breit angelegte Projekt.
 
Bildungsfahrt nach Israel
 
Eine Jugendgruppe, bestehend aus rund 25 Jugendlichen der Altersgruppe 13 bis 18 aus der Propstei Stralsund, reist im Februar des kommenden Jahres nach Israel. Die drei Schwerpunkte der Reise lauten Wandeln auf den Spuren Jesu, die Vielfalt der Religionen im Land und die Geschichte des Volkes Israel. Um Jugendlichen mit einem geringen finanziellen Spielraum die Fahrt zu ermöglichen, hat das Vorbereitungs-Team den Teilnehmenden-Beitrag begrenzt. Jedoch blieb trotz der Hilfe durch Sponsoren für die Reise ein Defizit von 2.000 Euro. Der Kirchenkreisrat begrüßte ausdrücklich das Vorhaben und beschloss, das Defizit auszugleichen und aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ 2.000 Euro zur Verfügung zu stellen.
 
Projekt „Kirche hörbar machen“
 
Die Kirchengemeinden Kartlow-Völschow, Hohenmocker, Daberkow und Jarmen-Tutow pflegen seit längerer Zeit eine mehr und mehr wachsende Vernetzung und Zusammenarbeit, die stetig neue Angebotsformate und Synergieeffekte hervorbringen. Ein Beispiel für die damit einhergehende umfangreiche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist das Projekt „Kirchenkunst“, bei dem Kinder Kunstwerke gestalten und präsentieren. Um bei diesem und anderen Projekten zu gewährleisten, dass für die Teilnehmenden alle Beiträge zu hören beziehungsweise zu verstehen sind, planen die Kirchengemeinden unter dem Projekttitel „Kirche hörbar machen“ die Anschaffung einer gemeinsamen mobilen und vielfältig einsetzbaren Beschallungsanlage. Der Kirchenkreisrat fasste den Beschluss, die Anschaffung dieser Anlage mit 1.500 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ zu bezuschussen. „Hinter diesem Antrag stehen mehrere Kirchengemeinden mit fast 30 Kirchengebäuden und vielfältigen Veranstaltungen nicht nur in den Kirchen, sondern auch in anderen Räumlichkeiten und unter freiem Himmel“, hieß es zu dem Beschluss aus dem Kirchenkreisrat. Die Unterstützung für die Anschaffung dieser Technik sei daher eine wichtige Hilfe für die kirchengemeindliche Arbeit in der Region.
 
Neubesetzung im Ausschuss für die Arbeit mit Frauen
 
Die Anklamer Pastorin Ulrike Weber hat sich bereit erklärt, im Ausschuss für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern als Vertreterin der Propstei Pasewalk mitzuarbeiten. Da die Stelle vakant war, wurde eine Neubesetzung notwendig. Der Kirchenkreisrat äußerte seine Freude darüber, berief Ulrike Weber mit sofortiger Wirkung für einen Zeitraum von sechs Jahren in den Ausschuss und wünschte der Pastorin für die Arbeit Gottes Segen.
 
Unterstützung zahlreicher Sanierungsvorhaben
 
Der Bauausschuss empfahl dem Kirchenkreisrat, für mehrere Sanierungsvorhaben im Rahmen einer Verpflichtungsermächtigung aus dem PEK-Fonds „Sonstige Kirchen“ beziehungsweise aus dem Fonds „Pfarr- und Gemeindehäuser“ des Haushaltsjahres 2020 Mittel zur Verfügung zu stellen. Für den dritten Bauabschnitt 2019 „Bauliche Sanierung und Restaurierung des Hochchores, der Wand- und Pfeilerflächen und der Chorschranken bis zu den Brüstungen und die Restaurierung des Gipsstucks“ an der Kirche St. Marien in Stralsund empfahl der Ausschuss die Bereitstellung von 71.000 Euro, für die Dachsanierung der Kirche in Schmagerow empfahl der Ausschuss die Bereitstellung von 35.000 Euro, für die Turmsanierung der Kirche „St. Stephan“ in Gartz/Oder 29.000 Euro, für Sanierungsarbeiten am Pfarrhaus Franzburg 18.500 Euro, für Sanierung und Umstrukturierung der Pfarrwohnung im Pfarrhaus in Horst 55.500 Euro. Gemäß der Bewertung der zuständigen Baubeauftragten handelt es sich in allen Fällen um eine Notsituation, da der Schaden zunimmt, sofern nicht umgehend gehandelt wird. Zudem sind die meisten der betroffenen Kirchengemeinden laut der Bestätigung der Finanzabteilung nicht in der Lage, die Finanzierung der Sanierungsvorhaben allein zu tragen und bereits zugesagte Fördermittel könnten verloren gehen. Der Kirchenkreisrat beschloss, den vorgenannten Empfehlungen des Bauausschusses zu folgen und die entsprechenden Mittel bereit zu stellen.
 
Benennungen für die Arbeitsrechtliche Kommission
 
Da die Amtszeit der bestehenden Arbeitsrechtlichen Kommission Mecklenburg und Pommern (ARK) am 31. Dezember endet, benannte der Kirchenkreisrat für die Amtszeit 2020 bis 2023 mit Amtsleiter Hartmut Dobbe und Personalabteilungsleiterin Christin Scholz zwei Arbeitgebervertretende. Als Stellvertretende benannte der KKR Grundstücksabteilungsleiter Thomas Papst und Finanzabteilungsleiterin Maren Bratner. Aufgaben der ARK sind die Erarbeitung von Regelungen, die den Inhalt, den Abschluss und die Beendigung von Arbeitsverhältnissen betreffen sowie die Mitwirkung bei weiteren Regelungen mit arbeitsrechtlicher Bedeutung.
 
Berufungen in die Krankenhausseelsorge
 
Der Kirchenkreisrat bestätigte die Beschlüsse der mit der Wiederbesetzung der Krankenhausseelsorge Greifswald Uniklinikum I und II sowie der Propstei Pasewalk beauftragten Personalgruppe und berief Pastorin Sandra Hille in die Krankenhausseelsorgestelle Greifswald Uniklinikum I (75 Prozent für acht Jahre, Dienstbeginn 1. November 2019), Pastorin Brita Bartels in die Krankenhausseelsorgestelle Greifswald Uniklinikum II (75 Prozent für acht Jahre, Dienstbeginn 1. November 2019) und Pastorin Inke Pötter in die Krankenhausseelsorgestelle der Propstei Pasewalk (100 Prozent für acht Jahre, Dienstbeginn 1. Dezember 2019).
 
Maritime Lernwerkstatt und Polnische Partnergemeinde bekommen Hilfe
 
Einer Empfehlung des Diakonieausschusses folgend, beschloss der Kirchenkreisrat, der polnischen Partnergemeinde aus der Rücklage „Diakonische Projekte“ 10.000 Euro für das „Zentrum für Diakonie und Dialog“ in Słupsk (Stolp) zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls einer Empfehlung des Diakonieausschusses folgend, bewilligte das Gremium aus derselben Rücklage der „Maritimen Lernwerkstatt“ der Gemeinwesenarbeit des Kreisdiakonischen Werks Stralsund eine einmalige Zuwendung in Höhe von 3.000 Euro.
 
Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit weiteren Sanierungs- und Bauvorhaben, mit der Verwaltungsvorschrift über die Ausstattung von Dienstwohnungen, mit Fragen zur Landverpachtung sowie mit weiteren Personalfragen. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrats findet am 12. November 2019 statt.
Quelle: PEK (sk)

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