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Bericht von der sechsten Sitzung des Jahres

Pommerscher Kirchenkreisrat: Dauerhafte Erinnerung an "Mutter der Bachwoche“

Annelise Pflugbeil (2012)
16.06.2016 ǀ Weitenhagen.  Die im November 2015 verstorbene Mitbegründerin der Greifswalder Bachwoche, Annelise Pflugbeil, bekommt eine Gedenktafel an ihrer Wirkungsstätte. Dies beschloss der pommersche Kirchenkreisrat (KKR) auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstag (14. Juni) in Weitenhagen. Zugleich unterstützt der KKR Theologiestudierende in Greifswald künftig mit einem jährlichen Büchergeld und bewilligte einen Zuschuss für das „Frühstückstreffen für Frauen“.

Der Kirchenkreisrat des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat beschlossen, die Realisierung einer öffentlichen Gedenktafel für die im November 2015 verstorbene Kirchenmusikdirektorin Prof. Annelise Pflugbeil zu initiieren. Das Gremium folgte damit einem Vorschlag von Superintendent i. R. Rainer Neumann, der dem KKR von Kirchenkreisamtsleiter Hartmut Dobbe übermittelt wurde. Die Tafel für die auch als „Mutter der Bachwoche“ bekannte Kirchenmusikerin soll am Lutherhof, Wohnort und Wirkungsstätte von Annelise Pflugbeil, angebracht werden. Die Formulierung des Textes und die Gestaltung der Tafel werden in enger Abstimmung mit der Stadt Greifswald sowie mit der Universität Greifswald erfolgen, beschloss der Kirchenkreisrat.

Verbundenheit mit Theologiestudierenden

Um das Zusammengehörigkeitsgefühl mit den Theologiestudierenden aus dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis zu stärken und ein handfestes Zeichen der herzlichen Verbundenheit zu setzen, hat der KKR beschlossen, ein jährliches Büchergeld in Höhe von 100 Euro einzuführen. Es soll allen Theologiestudierenden aus dem PEK zugutekommen, die sich auf der Studierenden-Liste der Nordkirche eingetragen haben. Derzeit sind das 17 Personen. Das Geld werden die Studierenden jeweils im Rahmen einer jährlich stattfindenden Begegnung mit Vertretenden der Kirchenleitung erhalten. Diese Zusammenkunft könne als Netzwerktreffen und als Plattform für den Erfahrungsaustausch dienen sowie Recruiting-Perspektiven aufzeigen, so der Kirchenkreisrat. Mit den Überlegungen zur Finanzierung des Büchergelds beauftragte der KKR den Finanzausschuss.

Facettenreiches Programm für Frauen

Einen Zuschuss aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ für das Jahr 2017 bewilligte der KKR dem „Frühstückstreffen für Frauen“ in Greifswald. Die Unterstützung beläuft sich wie im Vorjahr auf 400 Euro. „Die rege Arbeit des Vereins wirkt in den gesamten Kirchenkreis“, so der KKR zu dem Beschluss. Dem Gremium lag ein entsprechender Antrag des „Frühstückstreffen für Frauen in Deutschland“ e. V. vor, in dem sich der Verein auch für die Unterstützung im Vorjahr bedankte. Zum Greifswalder „Frühstückstreffen für Frauen“ in diesem Frühjahr, bei dem Referentin Iris Flentje aus Hannover zum Thema „Mein Vater - der erste Mann in meinem Leben“ sprach, seien 250 Teilnehmerinnen erschienen, hieß es in dem Schreiben. Auf dem im Herbst geplanten Treffen wird Autorin und Therapeutin Erika Sonnenberg referieren. Das Team des Vereins sei froh, ein facettenreiches Programm anbieten und alltagsnah den christlichen Glauben vermitteln zu können, so das Dankschreiben an den KKR. Die Veranstaltungen des „Frühstückstreffen für Frauen in Deutschland“ e. V. sind ein Forum für Lebens-und Glaubensfragen. Die lokalen Veranstaltungen werden von Frauen aus der Region vor Ort auf ehrenamtlicher Basis organisiert und gestaltet.

Historische Bücher werden restauriert

Einen Zuschuss bewilligte der KKR der Sankt-Nikolai-Gemeinde Greifswald für die dringend notwendige Restaurierung von Büchern der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums sowie für die Erstellung einer Broschüre zur Geschichte der Bibliothek. Die Gemeinde hatte einen entsprechenden Förderantrag beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestellt. Die daraufhin bewilligte Fördersumme beläuft sich auf 5.000 Euro, der Eigenanteil auf 3.000 Euro. Für die Finanzierung des Eigenanteils bat die Gemeinde den Kirchenkreis um 1.500 Euro, die der KKR aus der für die Bibliothek bestehenden Rücklage bewilligte.

Tourismusfonds noch nicht ausgeschöpft

Der Kirchenkreisrat wies in seiner Sitzung darauf hin, dass im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis wie im vergangenen Jahr Anträge an den Tourismusfonds der Nordkirche für touristische Projekte gestellt werden können. Kirchengemeinden aus den Propsteien Demmin und Pasewalk hätten den Fonds bereits genutzt, jedoch könnten noch Gemeinden aus der Propstei Stralsund entsprechende Anträge stellen. Es stünden noch Mittel in Höhe von 40.000 Euro jährlich für vier Jahre zur Verfügung, informierte der KKR.

Wolgaster Pfarrhaus ist sanierungsbedürftig

Der Kirchengemeinde Wolgast erteilte der Kirchenkreisrat die kirchenaufsichtliche Genehmigung für die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 150.000 Euro. Das Geld benötigt die Gemeinde für die dringend erforderliche Sanierung des Pfarrhauses. Vor allem Dach und Fassade sind stark geschädigt. Das Investitionsvolumen beläuft sich insgesamt auf rund 243.000 Euro.

Weitere Themen

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit dem Kirchenkreissynodenbildungsgesetz, mit der Trägerschaft der Bibliothek des Geistlichen Ministeriums in Greifswald, mit dem Religionsunterricht an beruflichen Schulen, mit der Finanzsituation einzelner Kirchengemeinden und des Kirchenkreises, mit der elektronischen Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen, mit weiteren Sanierungs- und Bauvorhaben, mit Personalfragen, mit der Postlaufordnung im Kirchenkreis sowie mit Friedhofshaushalten im Kirchenkreis. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 12. Juli 2016 statt.
Quelle: PEK (sk/dav)