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Bericht von der achten Sitzung des Jahres

Pommerscher Kirchenkreisrat: Architektonisches Kleinod wird zum Sorgenkind

Im ehemaligen Jagdschloss der pommerschen Herzöge befindet sich heute der Sitz der Propstei Pasewalk. Momentan wird das historische Gebäude durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis umfassend saniert.
13.09.2018 ǀ Weitenhagen.  Der Pommersche Kirchenkreisrat (KKR) beschäftigte sich auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstag (11. September) intensiv mit der derzeitigen Sanierung des Propsteigebäudes in Pasewalk. Das einstige Jagdschloss der Pommernherzöge steht unter Denkmalschutz. Die Synode des PEK hatte im Oktober 2015 beschlossen, das historisch bedeutsame Gebäude zu sanieren. Damals wurde die Kostenschätzung mit 831.000 Euro beziffert. Aufgrund unvorhersehbarer Schäden und des schlechten Zustands der Gebäudesubstanz gehen aktuelle Schätzungen nun jedoch von einer Kostensteigerung um weitere 368.000 Euro aus.
 
Architektin schilderte Stand der Sanierung
 
Architektin Sibylle Stich erläuterte als Sitzungsgast den Kirchenkreisratsmitgliedern die komplizierte bauliche Situation und das Zustandekommen der Mehrkosten. Als einen Hauptgrund nannte sie die von innen und außen meterdick vermauerte Fachwerkkonstruktion, eine nach ihrer Einschätzung äußerst ungewöhnliche Struktur, deren Vorhandensein erst während der Sanierung vollumfänglich zutage trat. Die Kirchenkreisratsmitglieder äußerten ihre Besorgnis angesichts der finanziellen Mehrbelastung, betonten aber auch, dass dieses Haus von großer Bedeutung für die pommersche Identität und die Kirchengeschichte sei. Aufgrund der beträchtlichen Kostensteigerung beschloss der KKR, den aktuellen Stand der Sanierung der Propstei Pasewalk der Kirchenkreissynode zur Entscheidung über das weitere Vorgehen vorzulegen.
 
Anspruchsvolles Kino in der Kirche
 
Wie in den Vorjahren entschied der KKR, das Projekt „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ mit einem Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ zu unterstützen. Die Pressestelle des Kirchenkreises Mecklenburg ist in Kooperation mit mehreren Partnern – darunter der Pommersche Kirchenkreis – Veranstalter dieser Filmabende, die vor allem im ländlichen Raum in alten Dorfkirchen stattfinden. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe läuft bereits im siebenten Jahr. Weitere Informationen sind hier zu finden. „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“, sei ein begeisterndes Projekt, das in dünnbesiedelten Gegenden die Kirchen fülle und die Menschen miteinander ins Gespräch bringe, so der KKR. Ohne Eintritt, lediglich auf freiwilliger Spendenbasis hole diese Filmreihe anspruchsvolles Kino aufs Land.
 
Zuschuss für Kirchendachsanierung
 
In einem weiteren Beschluss entschied der KKR, unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bauausschusses, der Kirchengemeinde Brüssow für die erforderliche Dachsanierung an der Kirche in Trampe im Rahmen einer Verpflichtungsermächtigung aus dem Fonds „Sonstige Kirchen“ 2019 Mittel in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtkosten für das baufachlich dringend erforderliche Vorhaben belaufen sich auf 103.000 Euro. Das Land Brandenburg hat für das Haushaltsjahr 2018 Denkmalhilfe-Fördermittel in Höhe von 50.000 Euro bewilligt. Dank der Unterstützung durch die Kirchenkreismittel in Höhe von 20.000 Euro kann nun die erforderliche Kofinanzierung aufgebracht und können diese öffentlichen Fördermittel genutzt werden. Auch bereits bewilligte Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Marlis Kressner Stiftung wären ohne diesen KKR-Beschluss verloren gegangen. Die Kirchengemeinde Brüssow verfügt nicht über die nötigen Eigenmittel, um die für die Förderung erforderliche Kofinanzierung aufzubringen.
 
Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit weiteren Bauvorhaben, mit den Sitzungsterminen 2019, mit Anträgen auf die Auszahlung von Mehrerträgen aus Pfarrvermögen, mit Friedhofs- und Grundstücksangelegenheiten sowie mit Personalfragen. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrats findet am 25. September 2018 statt.
Quelle: PEK (sk)


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