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Mecklenburgischer Kirchenkreisrat:

Pfarrverzeichnis von 1933 bis 2012 jetzt digital verfügbar

05.03.2019 ǀ Güstrow/Rostock.  Das ziemlich einmalige Verzeichnis „Willgeroth“ – Die Pfarren der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs seit 1933“ liegt jetzt digital vor. Darüber informierte Propst Wulf Schünemann den Kirchenkreisrat auf der Februar-Sitzung in Güstrow. Weitere Themen waren ein Rahmenkonzept für Kommunikation und die Bildung eines neuen Pfarrsprengels.

„Mit Hilfe des Kirchenkreises Mecklenburg konnte eine digitale Datenbank der Pfarrstellen von 1933 bis 2012 erstellt werden, in der die Eintragungen auch schnell recherchiert werden können“, erläuterte der Propst und dankte dem früheren Landesbischof Hermann Beste, der die Weiterarbeit an der bis dahin vorhandenen Übersicht der Pfarren und Pfarrstelleninhaber*innen in Mecklenburg angeregt hatte. Ebenso Dank gebühre Landessuperintendent i.R. Fridolf Heydenreich, „der sich dieser Aufgabe in den vergangenen acht Jahren mit Akribie stellte“, so der Propst. Hintergrund: Der Heimat-und Familienforscher Gustav Willgeroth (1865-1937) hatte das nach ihm benannte Verzeichnis begründet.

Das Projekt ist so weit fortgeschritten, dass folgende Übersichten digital vorliegen: Gliederung, Vorbemerkungen, Entstehung und Weiterarbeit, Kirchengesetze, die Gemeindepfarren, die Pastorinnen und Pastoren in allgemeinkirchlichen Aufgaben und die Leitungsorgane. „Der Datenbestand ist an die 245 Kirchengemeinden verschickt worden und ist dort sowie in den vier Propstbüros einsehbar“, so Wulf Schünemann. In der Schweriner Außenstelle des Landeskirchlichen Archives soll darüber hinaus zukünftig eine direkte Zugangsmöglichkeit zur Datenbank eingerichtet werden. Die Eintragungen werden künftig hier zudem weiter gepflegt. Schünemann: „Korrekturmitteilungen und noch ausstehende Personalfragebögen zur Ergänzung der biographischen Daten können ebenfalls dorthin gesandt werden. Eine Weiterarbeit am ,Willgeroth‘ über den Zeitraum des Übergangs der Mecklenburgischen Landeskirche in die Nordkirche hinaus ist bisher nicht geplant und könnte nur durch ehrenamtliches Engagement geleistet werden“, so der Propst. Er dankte zugleich ausdrücklich Oberkirchenrat i.R. Andreas Flade und dem Pastorenverein für das Engagement zum Gelingen des Projektes.

Gefördert: Forschungen an Theologischer Fakultät Rostock

Zwei Forschungsvorhaben an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock werden für zunächst ein Jahr mittels Stipendium in Höhe von je 600 Euro monatlich vom Kirchenkreis gefördert – eine Verlängerung auf drei Jahre ist möglich. Inhaltlich beschäftigen sich die Projekte zum einen mit dem Thema „Christentum und Pluralismus: Kirchliche Potentiale im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft“ zum anderen mit „Martin Bubers Verdeutschung der Schrift im pastoralen Gebrauch.“

Diskutiert: Personalberatung und-entwicklung

Erneut beschäftigten sich die Mitglieder des Kirchenkreisrates mit dem Zukunftsthema Personalentwicklung bzw. Personalberatung, insbesondere im Blick auf gemeindepädagogisch Mitarbeitende. Die AG Personalentwicklung hatte einen entsprechenden Impuls gesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg soll bis zur Herbstsynode ein Vorschlag erarbeitet werden, wie das Thema inhaltlich ausgestaltet und personell untersetzt werden kann.

Beraten: Kommunikation strategisch ausrichten

Zustimmend zur Kenntnis nahm der Kirchenkreisrat das „Rahmenkonzept für Kommunikation im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg“. „Der Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit hatte das Papier auf Basis einer Vorarbeit der AG Kommunikation erarbeitet“, informierte Propst Dirk Sauermann.

„Als Kirchenkreis Mecklenburg haben wir die Zeichen der Zeit im Blick auf die kommunikativen Herausforderungen im medialen Zeitalter bereits frühzeitig erkannt. Vieles wird praktiziert, anderes ist auf dem Weg, manches bereits in den Blick genommen. Doch eine strategische Zusammenschau fehlte bisher.“, erläuterte Christian Meyer, Pressesprecher und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis. Das Rahmenkonzept bestehe aus den zwei gleichberechtigten Säulen, der Externen Kommunikation und der Internen (Mitglieder)kommunikation sowie einer Darstellung der Vertriebswege für Informationen, Ankündigungen für Veranstaltungen etc.

„Mit einer klaren Zielgruppendefinition und passgenauen Kanälen, Projekten und Ideen wird ein Rahmen gezogen, der darstellt wie und wo der Kirchenkreis samt seiner Dienste und Werke und Kirchengemeinden die Kommunikation führen und Schwerpunkte setzen möchte“, so Christian Meyer. Vor Beschlussfassung wird das Konzept zunächst den Synodalen zur Mitberatung überwiesen.

Geplant: Neuer Pfarrsprengel mit Graal-Müritz und Blankenhagen als Pfarrsitze

Einen neuen Pfarrsprengel sollen zum 1. November 2019 die bisherigen Kirchengemeinden Bentwisch-Volkenshagen/Rövershagen und die Kirchengemeinden Blankenhagen und Graal-Müritz bilden. Der Pfarrstellen erhalten den Namen 1. bzw. 2. Pfarrstelle der Kirchengemeinden Bentwisch-Volkenshagen, Blankenhagen, Graal-Müritz, Rövershagen (Pfarrsprengel). Der Stellenumfang der 1. Pfarrstelle beträgt 100 Prozent eines vollen Dienstumfanges. Dienstsitz und Dienstwohnung der 1. Pfarrstelle befinden sich in Graal-Müritz. Der Stellenumfang der 2. Pfarrstelle beträgt ebenfalls 100 Prozent eines vollen Dienstumfanges. Dienstsitz und Dienstwohnung der 2. Pfarrstelle befinden sich in Blankenhagen. Die Kirchenkreissynode muss das Vorhaben noch bestätigen.
Quelle: ELKM (cme)


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