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Der Kongreß vor dem Jordan

Kirchenkreiskongreß Stargard am 1.4.2006 in Neubrandenburg

 

 

 

 

 

 

 

Bilder vom Verlauf

Andacht zu Beginn von Dr. Reinhard Scholl, 75 KB

Referat von Klaus Eulenberger, 105 KB

Arbeitsgruppen am Vormittag: "Benennen Sie die Herausforderungen

Arbeitsgruppen am Nachmittag: "Visionen für die Kirche in 10 Jahren"

 

 

 

Auf zu neuen Ufern

Neubrandenburg (ran). „Brich auf, bewege dich...“ sangen die 100 Teilnehmenden am Kirchenkreiskongreß Stargard im Neubrandenburger Begegnungszentrum St. Michael am Sonnabend. „Brich auf, bewege dich, denn nur ein erster Schritt verändert dich...“ sangen sie dann über den Tag verteilt immer wieder vor dem Jordan, der als blauer Flußstreifen im Saal den Tag prägte. Frieder Rosenow begleitete musikalisch den Tag über, wohltuend Atmosphäre gebend. Uta Loheit und Christian Höser vom Amt für Gemeindedienst führten, mit dem Gemeindeausschuß des Kirchenkreises unter Leitung von Pastor Stephan Krtschil, die Teilnehmenden über den "Jordan".

 

Es war eine tragende dramaturgische Idee, dem Kirchenkreiskongreß mit dem Thema der Zukunft kirchlicher Arbeit, die Geschichte des Übergangs der Israeliten über den Jordan in Szene zu setzen. Zu Anfang sollten sich die Teilnehmenden so hinstellen, wie ihr Gefühl des Übergangs in neue Zeiten ist. Da standen sie dann dicht gedrängt und einige wagten sogar einen Fuß in den Fluß zu setzen und ganz wenige standen schon auf dem blauen Kreppapierfluß. Deutlich war, daß für die meisten Veränderung kirchlicher Arbeit ansteht.

Aber noch war der Übergang nicht angesagt, sondern in einer ersten Runde von Arbeitsgruppen erzählte man sich die Herausforderungen in den Herkunftsgemeinden. Die Gruppe „Kirche und Spiritualität“ formulierte eine Schwierigkeit, wenn man zu neuen Ufern aufbrechen will: „Problem, an alten Formen festzuhalten und gleichzeitig das Einüben der Vielfalt neuer Formen.“

 

In einem zweiten Teil referierte Klaus Eulenberger von der nordelbischen Vikarsausbildung, über die Geschichte des Jordanübergangs und zeigte die Schwierigkeiten im Finden des Neuen auf: „Die Wahrheit ist an den Diskurs gebunden, weil es keine Instanz gibt, die sie ,hat’.“ Eulenberger berichtete auch über die vier nichtisraelitischen Frauen in Jesu Stammbaum. Kirche gibt es also nur „mit“ den anderen und christliche Gemeinde besteht nicht nur aus den Mitgliedern.

 

In einer zweiten thematischen Gesprächsrunde wurden Kundschafter über den Jordan geschickt und die Teilnehmenden erzählten sich von ihren Visionen über die Zukunft in verschiedenen Arbeitsfeldern in zehn Jahren. Die Gruppe der Kinder- und Jugendarbeit fragte, welche vorhaltende geistliche Nahrung die Gemeinde den Kindern und Jugendlichen in ihren Lebensrucksack stecken würde und sie schrieben alle für sich persönlich einen konkreten Aktivitätsschritt auf. Im Plenum berichteten die Kundschafter den anderen Gruppen, welche Visionen sie für das Leben in Zukunft haben.

 

Und dann der Übergang über den Jordan. Die Teilnehmenden schrieben auf Zettel, was ihnen bisher in Übergangszeiten geholfen hat. Und dann überschritten alle den blauen Jordanfluß und feierte einen Abschlußgottesdienst. Aber es war kein Abschluß sondern eher ein Stärkungs- und Segnungsgottesdienst. „Brich auf, bewege dich, denn nur ein erster Schritt verändert dich, verändert mich, brich auf, bewege dich, wurde ein letztes Mal gesungen.“ Dieses Lied sollte die Grundmelodie sein zur Umsetzung von Visionen in den Gemeinden des Kirchenkreises Stargard.

 

 


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