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Sieben Pfarrstellen besetzt

Junge Pastorinnen und Pastoren stärken Gemeindearbeit in Mecklenburg

03.02.2016 ǀ Rostock/Schwerin.  Sieben junge Theologinnen und Theologen haben zum 1. Februar ihren Dienst als Pastorin bzw. Pastor in Gemeinden im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg begonnen. Zuvor hatten sie evangelische Theologie studiert und ihr Vikariat im Predigerseminar in Ratzeburg und in ihren Ausbildungsgemeinden absolviert. Vor einigen Wochen legten alle zudem erfolgreich das Zweite Theologischen Examen ab.

So ist Tatjana Pfendt, zuvor Vikarin in Rerik, jetzt Pastorin in der Lukaskirchengemeinde Graal-Müritz. Da es ihre erste Stelle als Pastorin ist, wird sie im Einführungsgottesdienst am 7. Februar um 15 Uhr gleichzeitig in das Amt als Pastorin ordiniert. Bei der Ordination werden angehende Pastorinnen und Pastoren durch Handauflegen – in Mecklenburg vom zuständigen Propst oder der zuständigen Pröpstin – für ihren Dienst gesegnet. Gleichzeitig werden sie berechtigt, das Wort Gottes öffentlich zu verkündigen und die Sakramente, konkret Taufe und Abendmahl, zu verwalten.

Dr. Tobias Sarx, bisher Vikar in Damgarten, hat in dieser Woche ebenfalls den Dienst auf seiner ersten Pfarrstelle übernommen. Nach dem Ruhestand des früheren Pastors hatten sich die beiden Kirchengemeinderäte von Blankenhagen und Marlow darauf verständigt, beide Gemeinden zu einem Pfarrsprengel zu verbinden. Das bedeutet: „Dr. Sarx wird für beide Gemeinden als Seelsorger zuständig sein und im Pfarrhaus Blankenhagen wohnen“, so der Rostocker Propst Wulf Schünemann. Gleichzeitig sei eine Gemeindepädagogenstelle für den Pfarrsprengel mit Dienst- und Wohnsitz im Pfarrhaus Marlow eingerichtet und besetzt worden. „Diakon Peter Michalik ist zuständig für die Kinder- Jugend- und Familienarbeit“, informiert der Propst und ergänzt: „Beide werden am 13. März um 14 Uhr in der Stadtkirche zu Marlow in ihren Dienst eingeführt, in dem Dr. Sarx auch ordiniert wird.“

Ebenfalls begonnen in Bützow mit Johanna Levetzow, bisher Vikarin in Lübeck, und in Dargun mit Alexander Uhlig, bisher Vikar in Sanitz, junge Theologen ihren Dienst in Mecklenburg. In der Kirchengemeinde Klinken hat Pastorin Anke Güldner ihre erste Pfarrstelle angetreten. Sie wird am 28. Februar um 14 in der Kirche ordiniert. Im Vikariat war die junge Frau in den Kirchengemeinden Groß Pankow-Redlin, Burow und Lancken.

Neuer Pastor in der Emmausgemeinde Staven ist Martin Doß. Er absolvierte das Vikariat in der Heiligen-Geist-Gemeinde in Wismar und wird am 28. Februar 14 Uhr in der Kirche Staven eingeführt und ordiniert. Die Reihe komplett macht Fabian Eusterholz, der am 14. Februar in Schwanbeck auf die derzeit vakante 2. Pfarrstelle der Vereinigten Kirchengemeinde St. Marien Friedland eingeführt wird. Zuvor war er Vikar in Gummersbach.

„Die Beauftragung der Pastorinnen bzw. Pastoren zur Anstellung erfolgt zunächst als ein dreijähriges Probedienstverhältnis. Es ist aber durchaus üblich, dass die Gemeindeseelsorger anschließend weiter in ihren Kirchengemeinden als Pastorinnen und Pastoren bleiben“, sagt Propst Schünemann. Insgesamt gebe es im Kirchenkreis 255 Kirchengemeinden, die von insgesamt rund 190 Pastorinnen und Pastoren betreut werden.

Theologischer Nachwuchs ist gefragt

Jährlich möchte die Nordkirche, zu der der Kirchenkreis Mecklenburg zählt, etwa 30 Vikarinnen und Vikare für eine rund 1000 Kirchengemeinden zwischen Flensburg und der Insel Usedom in den Pfarrdienst übernehmen. Der Nachwuchsbedarf ist groß, denn wie in vielen Landeskirchen treten auch in der Nordkirche in den kommenden Jahren zahlreiche Theologen aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand. Deshalb hat die Nordkirche bereits im Jahr 2012 begonnen, zusätzliche Ausbildungskurse für Vikarinnen und Vikare einzurichten. Zudem sollen junge Menschen für Berufe bei der Kirche interessiert werden. Dafür gibt es in Hamburg eigens eine Projektstelle zur Nachwuchsgewinnung (Mehr unter: www.die-nachfolger.de).
Quelle: ELKM (cme)