“Jugendgasthäuser“ als neues Konzept kirchlicher Jugendarbeit in Mecklenburg vorgestellt
Schwerin (rn). „Jugendarbeit ist mühseliger und aufwendiger geworden,“ sagte Landesjugendpastor Roland von Engelhardt auf der mecklenburgischen Landessynode am Sonnabendvormittag in Schwerin. Als Gründe führte er die „ausdifferenzierten Lebenswelten, der Jugendlichen, die höheren schulischen Belastungen (12 Schuljahre) und die Auswirkungen der demographischen Entwicklung“ an. Hierdurch litten die Jungen Gemeinden oder die traditionellen Freizeiten und die Veranstaltungen in den Ortsgemeinden.
Als einen neuen Weg der Jugendarbeit sei es daher sinnvoll, „ausstrahlungsstarke überregionale Jugendräume zu schaffen,“ da in Zukunft die Jugendarbeit in Zukunft sich weniger in den Ortsgemeinden sondern an besonderen kirchlichen Orten“ ereigne. Von Rechenberg stellte in seinem Bericht das Konzept der „Jugendgasthäuser“ für den ländlichen Raum vor, da eigene Jugendräume nun in größeren Gemeinden möglich seien.
Neben einem niedrigschwelligen Gastraum, sollten die Häuser auch als geistlicher Erfahrungsraum und als Werkraum für kreative und thematische Platz bieten. Auch ein Übernachtungsangebot sollte vorgehalten werden. Aus der Perspektive der Jugendlichen seien längere Fahrzeiten zu diesen Zentren dann sinnvoll, wenn sie „eine erfüllte Zeit haben und nicht nur zu einer Veranstaltung anreisen müssen,“ so von Engelhardt. Jugendgasthäuser könnten somit zu einer „zeichensetzenden Form kirchlicher Jugendarbeit im ländlichen Raum“ werden. (20.9.2008)
Bericht des Amtes für Kinder- und Jugendarbeit - Textfassung (260 KB)

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