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Jona 2, 1 – 11

Jonas Gebet

Kapelle in den HELIOS Kliniken, Schwerin. Foto: A. Greve
Übersetzung der Luther-Bibel
1. Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte.
2. Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches
3. und sprach: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir. Ich schrie aus dem Rachen des Todes, und du hörtest meine Stimme.
4. Du warfest mich in die Tiefe, mitten ins Meer, dass die Fluten mich umgaben.
Alle deine Wogen und Wellen gingen über mich,
5. dass ich dachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen.
6. Wasser umgaben mich und gingen mir ans Leben, die Tiefe umringte mich, Schilf bedeckte mein Haupt.
7. Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!
8. Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.
9. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade.
10. Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem HERRN, der mir geholfen hat.
11. Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.
 
Übersetzung der "Bibel in gerechter Sprache"
1 ’ADONAJ’ aber bestimmte einen großen Fisch, Jona zu verschlingen und Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches.
2 Da flehte Jona zu ’ADONAJ’, seiner Gottheit, aus dem Bauch des Fisches
3 und sprach: „In meiner Bedrängnis rufe ich zu ’ADONAJ’ und ’ADONAJ’antwortete mir. Aus dem Schoß der Unterwelt schreie ich um Rettung, du hörst meine Stimme.
4 Du hast mich ins Herz des Meeres geworfen, ein Strom umgab mich, all deine Brandungen und Wogen brachen auf mich nieder.
5 Ich dachte: Verstoßen bin ich – weg aus deinem Blickfeld. Dennoch will ich deine heiligen Hallen schauen.
6 Wasser umschloss mich bis zu meiner Kehle, die Urflut umringte mich, Schilf umschlang meinen Kopf.
7 Bis ans Äußerste der Berge bin ich hinabgesunken. Das Land, dessen Riegel für mich auf immer verschlossen waren. Aber du hast mein Leben aus der Grube herausgeführt, ’ADONAJ’, mein Gott.
8 Als meine Lebenskraft in mir zusammenbrach, gedachte ich ’ADONAJ’, und zu dir kam mein flehendes Gebet, zu deinen heiligen Hallen.
9 Die sich an Vergängliches, ja Nichtiges klammern, sie stoßen die ihnen zugedachten Liebesbezeugungen zurück.
10 Ich aber bringe dir mit dankbarer Stimme ein Opfer da. Was ich gelobt habe, will ich erfüllen. Rettung ist bei ’ADONAJ’.
11 Da sprach ’ADONAJ’ zum Fisch und er spie Jona aufs Trockene.
 
Rechtshinweis:
Jona (Jona)
Das Buch Jona
Übersetzt von Dorothea Erbele-Küster.
Aus "Bibel in gerechter Sprache".
Hrsg. Von Ulrike Bail, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Erhard Domay, Jürgen Ebach, Claudia Janssen, Hanne Köhler, Helga Kuhlmann, Martin Leutzsch und Luise Schottroff.
(c) by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München, 2006.