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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

Internationale Partnerschaften

„It takes the whole world to know the whole Christ“, sagt man in der anglikanischen Kirche: Man braucht die ganze Welt, um den ganzen Christus zu erkennen.

Schon zu DDR-Zeiten entstanden in der damaligen Mecklenburgischen Landeskirche Kontakte in die Niederlande, nach Kasachstan, Tansania, England und den USA. Nach der Öffnung der Grenzen haben sich diese Beziehungen vertieft und weiter entwickelt, Kontakte nach Rumänien kamen hinzu. Heute sind alle Partnerkirchen Partnerkirchen der Nordkirche. Der Schwerpunkt der Kontakte liegt aber weiter im Kirchenkreis Mecklenburg.

Niederlande

Nach wie vor die meisten Kontakte gibt es in die Niederlande. Von ehemals 63 Gemeindepartnerschaften sind noch 21 aktiv und lebendig. Die Protestantische Kirche der Niederlande (bzw. die in ihr fusionierten Kirchen) ist allerdings nie offiziell Partnerkirche der Mecklenburgischen Landeskirche gewesen.

Ohio, USA

Die Beziehungen zur Süd-Ohio Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Amerika (ELCA) entstanden 1985 durch Besuche von Pastor Larry Hoffsis aus Dayton (Ohio) in Dabel und Pritzier. Innerhalb kürzester Zeit entstanden 14 Gemeindepartnerschaften, vornehmlich im Südwesten Mecklenburgs, dazu ein Handglockenchor in Dabel. Am 4. Mai 2013 wurde das inzwischen auf die Nordkirche erweiterte Partnerschaftsabkommen mit der Southern Ohio Synod erneut um fünf Jahre verlängert. Die Aktivitäten werden vom Ohio-Komitee koordiniert, dessen Vorsitzender der Wittenburger Pastor Martin Waack ist. Weitere Informationen und eine Liste der Gemeinden mit Ansprechpersonen finden Sie hier (in Kürze).

Tansania

Die Partnerschaft mit der Pare-Diözese in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) besteht seit Anfang der 1980-iger Jahre. Besuche von Bischof Mshana in Mecklenburg und von den Pastoren Wanckel und Maercker in Tansania waren der Anfang. Nach 1989 wurden die Beziehungen ausgebaut. Neben Gemeindepartnerschaften entstanden auch Kontakte zwischen Schulen und verschiedene Einzelinitiativen. In beiden Richtungen engagieren sich junge Menschen in Freiwilligendiensten. Einmal jährlich treffen sich die Mecklenburgischen Tansaniafreundinnen und -freunde zum Tansaniatag.
Seit dem 1. Oktober 2010 arbeitet mit Sabine Winkler eine Mecklenburgische Mitarbeiterin als Projektberaterin in der Parediözese. Weitere Informationen über die Projekte, die sie begleitet, finden Sie hier (in Kürze). Dort finden Sie auch Informationen zu den einzelnen Partnerschaften und Initiativen – sowie zum Schulgeldfonds, mit dem Sie die Ausbildung junger Menschen in Tansania wirksam unterstützen können.

Rumänien

Die Partnerschaft mit der kleinen lutherischen Kirche der ungarischen Minderheit in Rumänien ist die jüngste der Mecklenburgischen Partnerschaften. Sie begann erst nach 1990 durch Vermittlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) mit einem Besuch des damaligen Bischofs Christoph Stier. Heute gibt es mehrere Gemeindepartnerschaften, weitere sind im Aufbau. Der „Freundeskreis Osteuropa“ e.V. unterstützt diakonische Projekte in Rumänien, auch die Hauptgruppe Mecklenburg des Gustav-Adolf-Werkes ist dort vielfältig engagiert. Nach zwei Gastvikaren  wird demnächst ein Pastor aus der Partnerkirche für einige Jahre nach Mecklenburg kommen. Weitere Informationen finden Sie hier

England

Auch die Geschichte der Partnerschaft mit der Diözese Lichfield in der Church of England – der einzigen nicht-lutherischen Partnerkirche – reicht in die Zeit vor 1989 zurück. Zu nennen ist hier vor allem Mary Newman (heute Mary Philips), eine ehrenamtliche Mitarbeiterin aus Wolverhampton, die im Kontakt mit dem damaligen Badendieker Pastor Fritz Neubauer die Partnerschaft maßgeblich gestaltet (und u.a. ein deutsch-englisches Kirchenwörterbuch herausgegeben) hat. Am 25. Juli 1999 wurde zum ersten Mal ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, das am 17. September 2009 zum zweiten Mal verlängert wurde. Herzstück der Partnerschaft sind die jährlichen Begegnungen „Anticipating Advent“, zu denen sich alle Interessierten beider Seiten am ersten Adventswochenende abwechselnd in Lichfield und Mecklenburg versammeln. Darüber hinaus haben inzwischen dreimal Jugendliche aus Mecklenburg am Jugendfestival „Soul Survivor“ teilgenommen. Der „Arbeitskreis Lichfield“* ist weitgehend im Ausschuss Anglikanische Kirchengemeinschaft aufgegangen, der auch die beiden anderen Englandkontakte der Nordkirche (in die Diözesen Ely und Durham) koordiniert.
Weitere Informationen finden Sie hier

Kasachstan


Die Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kasachstan ist die älteste der Mecklenburgischen Partnerschaften. Sie reicht in die 1970er Jahre zurück. Der damalige Mecklenburgische Landesbischof Dr. Heinrich Rathke begegnete in Riga Christen, die ihn in nach Kasachstan in ihre Gemeinden einluden. Bei ausgiebigen Reisen in den folgenden Jahren baute Heinrich Rathke die Strukturen der heutigen Kirche mit auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mecklenburgischen Landeskirche engagierten sich über Jahre in der Ausbildung. Raikin und Uta Dürr arbeiteten sieben Jahre in der kasachstanischen Stadt Pawlodar. Getragen wird die Partnerschaft in Mecklenburg heute vom Helfer- und Spenderkreis Kasachstan. Neben regelmäßigen Besuchen zur Synode gibt es seit 2010 jährlich Jugendbegegnungen. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr eine Schülerin aus Mecklenburg für mehrere Monate eine kasachstanische Schule besuchen. Weitere ausführliche Informationen finden auch Sie hier



Kontakt

Pastor für Mission und Ökumene
Tilman Jeremias
Zentrum Kirchlicher Dienste
Ökumenische Arbeitsstelle
Alter Markt 19
18055 Rostock
Tel.: 0381-377987-14
E-Mail: tilman.jeremiaselkm.de 

Jede und jeder dieser ganz verschiedenen Menschen, Gruppen, Gemeinden und Kirchen hat in der Regel etwas, was die anderen nicht haben. So ist der Austausch immer ein Gewinn – für beide Seiten. Man lernt nicht nur die anderen mit ihrer Geschichte, ihren Erfahrungen und Einsichten kennen, man sieht auch sich selber in einem anderen Licht. Vieles, von dem man meint, das müsse so sein, wird in anderen – auch lutherischen – Kirchen ganz anders gemacht. Und es geht! Vielleicht sogar besser... Vor allem aber lernt man Christus kennen. „Unser Wissen ist Stückwerk“, schreibt Paulus. Je mehr Stücke zusammen kommen, umso vollständiger wird das Bild. So wird durch den Austausch mit anderen auch unser Glaube reifer und reicher.

Wer also Interesse an einem Kontakt, einer Begegnung oder einer Partnerschaft mit einzelnen Christinnen oder Christen, Gruppen (z.B. Schulen oder Kindergärten) oder Gemeinden in oder aus anderen Ländern hat oder wer in seiner bestehenden Partnerschaft begleitet und unterstützt werden möchte, der kann sich an Jens-Peter Drewes, den Pastor für internationale Gemeindekontakte im Zentrum Kirchlicher Dienste, wenden – wenn der nicht gerade in der Welt unterwegs ist…