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Stasi-Unterlagen-Behörde

Interesse an Stasi-Akten in MV ungebrochen

09.01.2017 ǀ Berlin/Schwerin.  In Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr 5.602 Anträge von Bürgern auf persönliche Akteneinsicht gestellt. Das waren 230 weniger als im Jahr 2016, wie die Pressestelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen am Dienstag auf Anfrage mitteilte. In der Schweriner Außenstelle gingen im vergangenen Jahr 2.352 Anträge, in Rostock 1.941 und in Neubrandenburg 1.309 ein.

Im Bereich Medien und Forschung gab es im Nordosten insgesamt 69 Anträge, sieben mehr als 2016. Geforscht wurde beispielsweise zu den Themen Flucht über die Ostsee, Kirche und Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Universitäten und das MfS, Untersuchungshaftanstalt Rostock sowie Doping im Sport.

Für Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Strafverfahren wurden 111 Ersuchen gestellt, das waren 35 weniger als ein Jahr zuvor. Bundesweit gingen bei der Stasi-Unterlagen-Behörde im vergangenen Jahr 48.855 Anträge auf persönliche Akteneinsicht ein und damit 221 mehr als 2016.
Quelle: epd