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Erstes Institut für Evangelisation nimmt in Greifswald Arbeit auf
Greifswald (ran). Das Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung wird seine Arbeit am 1. April 2004 als ein Hochschulinstitut der Theologischen Fakultät in Greifswald beginnen. Die Leitung des Institutes haben als Direktoren die Professoren Jörg Ohlemacher und Michael Herbst. Als wissenschaftlicher Geschäftsführer wurde Dr. Johannes Zimmermann (bisher Tübingen) gewonnen. Seine Stelle wird aus Drittmitteln finanziert, die die Württembergische Landeskirche zur Verfügung stellt. ZImmermann hat im Fach Neues Testament seine Doktorarbeit geschrieben und arbeitet an einer praktisch-theologischen Habilitation zum Thema „Gemeindeaufbau und Seelsorge“. Er war bis jetzt Wissenschaftlicher Assistent im Fach Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät in Tübingen. Als weitere Wissenschaftliche Mitarbeiter werden der Pommersche Pfarrer, Matthias Bartels aus Altenhagen und der Badische Pfarrer Martin Reppenhagen am Institut mitarbeiten. In den ersten Wochen wird es darum gehen, die Arbeit des Instituts zu strukturieren. Das Team hat sich bereits mehrere Male in den letzten Monaten getroffen und die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte miteinander beraten. Es sind dies die besonderen Bereiche von Evangelisation und Gemeindeentwicklung, darüber hinaus die Fragen der empirischen Erforschung der religiösen Landschaft sowie historischer Fragestellungen im Blick auf Volksmission und Gemeindeaufbau. Weitere Themen sind der Zusammenhang von Bildung und Mission sowie der Zusammenhang von Diakonie und Mission. Die Angebote des Instituts sollen sowohl den Studierenden der Theologischen Fakultät gelten als auch der Weiterbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern in ganz Deutschland gewidmet sein. Darüber hinaus werden Kirchen und Werke in Fragen der Evangelisation und der Gemeindeentwicklung beraten. Eine Besonderheit stellt der Bezug zur Pommerschen Evangelischen Kirche dar. Das Institut wird auch Funktionen einer Agentur für Missionarische Dienste im Raum der Pommerschen Evangelischen Kirche wahrnehmen. Dies wird im konkreten Fall bedeuten, dass das Institut Beratungsangebote für Gemeinden machen wird, etwa im Blick auf die Durchführung von Glaubenskursen, Perspektiventwicklungsprozesse, auf die Einführung neuer Gottesdienstformen, auf die Betreuung und Förderung ehrenamtlicher Mitarbeiter, auf die Begründung von Hauskreisen usw. Ein erstes konkretes Angebot wird sicherlich bis zum Sommer vorliegen. Ein erster Höhepunkt für die Arbeit des Institutes wird die feierliche öffentliche Eröffnung des Institutes am 6. Mai sein. Prof. Dr. Paul Zulehner aus Wien wird zum Thema „aufbrechen oder Untergehen. Wie können unsere Gemeinden zukunftsfähig werden?“ einen Vortrag halten, und zwar um 18.30 Uhr im Biotechnikum in Greifswald. An diesen Vortrag, der durch eine Einführung von Prof. Herbst und einen kleinen Empfang gerahmt wird, schließt sich ein Internationales Symposium zu Fragen von Evangelisation und Gemeindeentwicklung am 7. und 8. Mai 2004.
(31.03.2004)

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