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Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel eröffnet die 14. Spendenaktion
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14. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ im Greifswalder Dom eröffnet
Greifswald (dw). Mit einem Gottesdienst im Greifswalder Dom St. Nikolai ist am Sonntag die 14. Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ bundesweit eröffnet worden. Unter dem Motto „Junge Menschen bewegen Europa“ rufen die evangelischen Kirchen dazu auf, im Osten Europas insbesondere sozial engagierte junge Frauen und Männer sowie bedürftige Kinder und Jugendliche zu unterstützen.
Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Direktorin der Hilfsaktion, die beim Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angesiedelt ist, würdigte in ihrer Ansprache das unermüdliche Engagement junger Menschen, die dafür sorgen, dass Alte, Kranke, Behinderte und sozial Schwache nicht unter die Räder der jungen Marktökonomien in Mittel- und Osteuropa kommen: „Sie tragen dazu bei, ihren Gesellschaften Werte wie Barmherzigkeit und Gemeinwohlorientierung ins Herz zu pflanzen - Tugenden, die Europa dringender denn je braucht“, so die Theologin.
Die diesjährige Aktion sei auch bedürftigen Kindern und Jugendlichen gewidmet. Denn das Motto bedeute zugleich, „dass wir uns von der Not junger Menschen bewegen lassen“, so Füllkrug-Weitzel. „Insbesondere junge Familien sind im Osten Europas in einer tiefen Krise. Bittere Armut verhindert, dass Eltern ihren Kindern geben können, was sie für ihre Entwicklung so dringend brauchen. Und viele Regierungen sind noch nicht in der Lage, bedürftige Familien und Waisenkinder ausreichend zu unterstützen.“ Deshalb unterstütze „Hoffnung für Osteuropa“ in diesem Jahr verstärkt Fördereinrichtungen für Straßenkinder oder Sozialwaisen, Pflegestätten für kranke Kinder sowie Heilpädagogische Zentren, die Kinder mit Behinderungen gezielt fördern.
Der der Bischof der gastgebenden Pommerschen Evangelischen Kirche, Dr. Hans-Jürgen Abromeit, hob in seiner Predigt die Bedeutung dieser Unterstützung hervor: „Die jungen Leute von heute werden in Zukunft dafür die Verantwortung haben, wie unser gemeinsames Haus Europa aussehen wird. Ein Europa, in dem es überall menschenwürdige Lebensbedingungen gibt und in dem das Wort Gottvertrauen keine leere Worthülse ist, sondern Grund unseres Handelns und Zuversicht für unser Leben“, betonte Abromeit.
Seinem Aufruf, durch Spenden mitzuhelfen, „dass sich im Osten Europas durch und für junge Menschen neue Lebensperspektiven ergeben“, schlossen sich die leitenden Repräsentanten der EKD, des Diakonischen Werks der EKD, des Gustav-Adolf-Werks, des Martin-Luther-Bundes sowie der Freikirchen an. Seit Beginn der Aktion im Jahr 1994 konnte „Hoffnung für Osteuropa“ insgesamt rund 16,2 Millionen Euro Spenden sammeln und im Osten Europas zielgerichtet einsetzen.
Am Vorabend der Eröffnung war die russische Journalistin Ksenia Maksimova für ihre Reportage „Anatomie eines Lebens“ mit dem Journalistenpreis „Hoffnung für Osteuropa“ ausgezeichnet worden. In dem Beitrag schildert die 24-jährige Redakteurin der auflagenstarken Moskauer Zeitung „Moskowskij Komsomolez“ die Erfahrungen des jungen Studenten Sascha, der aufgrund seiner AIDS-Erkrankung fast erblindet, stigmatisiert und von allen verlassen wird. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis ist mit einem einmonatigen Stipendium beim „Nordkurier“ verbunden.
Weitere Informationen: www.hoffnung-fuer-osteuropa.de
(25.2.2007)
Siehe auch:
Bilder von der Eröffnung
Predigt von Bischof Dr. H.-J. Abromeit (105 KB) 
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