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Denkmalgeschützte Pfarrscheune in Wusterhusen

Historisches Gebäude wird mit Leben erfüllt

Für die nötigen Instandsetzungsarbeiten waren Arbeiter im Inneren der aus Fachwerk errichteten Pfarrscheune in Wusterhusen mit Bagger und Schaufel im Einsatz.
29.11.2019 ǀ Wusterhusen.  Die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen gestaltet die denkmalgeschützte Pfarrscheune in Wusterhusen zum Treffpunkt für Gemeinde, Dorf und Touristen um. 

Bereits vor zweieinhalb Jahren hat die Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen die Idee entwickelt, die historische Pfarrscheune in Wusterhusen in ein multifunktionales Dorf- und Gemeindezentrum umzugestalten. Doch die Erstellung eines Konzepts und die Beantragung von Fördermitteln kosteten ebenso Zeit wie die notwendigen amtlichen Prüfverfahren, so Katrin Krüger, Pastorin der Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen. Unterdessen wurde der Handlungsbedarf immer dringlicher, denn der Zustand der Fachwerkscheune war bedenklich. Das Dach war löchrig, das Gebälk hatte vor allem in Bodennähe durch Feuchtigkeit gelitten. Doch nun konnte endlich mit der Rettung für das denkmalgeschützte Gebäude begonnen werden, denn seit kurzem liegt die Baugenehmigung vor.
 
Stützen für wackliges Fachwerk

Zunächst waren umfangreiche Instandsetzungsarbeiten nötig. „Die Instandsetzung war die Voraussetzung für den Umbau, um damit die Scheune, die um das Jahr 1837 erbaut wurde, zu sichern“, sagt Katrin Krüger. Darum waren Arbeiter mit Minibagger und Schaufel in dem Gebäude beschäftigt, um Balken trocken zu legen und Fachwerkkonstruktionen abzustützen. „Die Scheune war doch wackliger, als wir ursprünglich gedacht haben“, erläutert die Pastorin das Vorgehen. Es werde zwar immer schwieriger, Handwerkerfirmen zu finden, doch alle Aufträge konnten vergeben werden, somit konnte es mit der Umsetzung des Scheunenprojekts endlich losgehen. „Wir werden Veranstaltungsräume schaffen, eine Kaffeeküche und eine kleine Übernachtungsmöglichkeit einrichten“, beschreibt Katrin Krüger die Pläne. Auch ein Sanitärbereich werde eingebaut, mit Toilette und einer Dusche.
 
Gemeinde hofft auf Eröffnung im Sommer 2020
 
Trotz des Umbaus bleiben der ursprüngliche Charakter und die Substanz der Pfarrscheune soweit es möglich ist, erhalten. Dazu zählen beispielsweise die Lehmwände der Pfarrscheune, die dort, wo sie stabil und intakt sind, im Originalzustand bestehen bleiben. Beschädigte Lehmmauern werden wieder in Lehmbauweise restauriert. Das alte Balkenwerk wird nur dort ausgetauscht, wo es unvermeidbar ist. Die geschmiedeten Beschläge der alten Tore und Türen kommen an den neuen wieder zum Einsatz. Wenn alle Arbeiten plangemäß verlaufen, könnte die Eröffnung im nächsten Sommer gefeiert werden, so die Hoffnung der Kirchengemeinde. Insgesamt 435.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. „Es ist ein Riesenglück, dass das Scheunenprojekt über das europäische Maßnahmenprojekt LEADER gefördert wird. Wir haben alles komplett durchfinanziert, es ist aber keine Luft mehr nach oben“, sagt die Pastorin. Überraschungen dürfe es während des Baus daher keine geben.
 
Zentrum ist offen für alle
 
Für die Kirchengemeinde wird mit der Entstehung des Dorf- und Gemeindezentrums ein langgehegter Traum in Erfüllung gehen. Letztlich komme es aber darauf an, dass es ein Ort wird, der offen für alle ist, nicht nur für Kirchenmitglieder, sondern für alle Dorfbewohner sowie touristische Gäste, sagt Katrin Krüger. „Wir freuen uns auf vielfältige Nutzungsideen aus der Kirchengemeinde und aus dem Dorf.“ Es gebe bereits viele positive Rückmeldungen. „Viele freuen sich, dass etwas passiert in Wusterhusen und Leben im Dorf ist und auch künftig bleibt.“

Quelle: PEK (sk)

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