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Johannes Bugenhagen

Hinwendung zur Reformation

Kanzelaufgang Schaprode/Rügen: "Was Luther an das Licht gebracht, hat Bugenhagen bekandt gemacht". Fotos: Neumann
Johannes Bugenhagen - Gemälde in der Aula der Greifswalder Universität
37 Jahre blieb Bugenhagen nun im Zentrum der Reformation, doch näherte er sich langsam dem ganzen Ausmaß und den Konsequenzen der Reformation an. Noch vor dem Abschluß des Wormser Reichstages verfaßte er in Wittenberg einen "Sendbrief an die Schüler zu Treptow", das einerseits "das erste Dokument der gewandelten Theologie Bugenhagens" Aufschluß gab, das andererseits bemerkenswerte Zurückhaltung zu Luthers reformatorischen Handelns zeigt.
 
Ende September 1521 hatte Bugenhagen zu endgültiger Klarheit gefunden. In einer Schrift an Johannes Suawe in Kammin (De peccato...) warnte er die für die ersten antireformatorischen Aktionen in Pommern Verantwortlichen davor, sich mit ihrem Verhalten gegen das Evangelium zu stellen und sich der Sünde wider den Heiligen Geist schuldig zu machen.
 
Die von Luther heraufgeführte Reformation deutete er heilsgeschichtlich als endzeitliche Entscheidungssituation, in der unter dem Aspekt des zu gewinnenden oder zu verlierenden Heils Stellung zu beziehen sei. Mit eindringlichem Ernst rief er die Gegner des Evangeliums in Pommern zur Umkehr.


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