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Nordkirche ehrt ehrenamtlichen Repräsentanten aus Mecklenburg

Alt-Präses Heiner Möhring erhält die Bugenhagenmedaille

25.11.2015 ǀ Schwerin/Pinnow.  Hohe Ehre für Heiner Möhring: Der Pinnower erhält die Bugenhagenmedaille der Nordkirche. Die höchste Auszeichnung, die die Landeskirche zu vergeben hat, verleiht die Erste Kirchenleitung, weil Heiner Möhring sich „außerordentliche Verdienste um unsere Kirche erworben hat. In seinem jahrzehntelangen Engagement gewinnt Gestalt, was das Priestertum aller Glaubenden im besten Sinne bedeuten kann“, so die Begründung.

Die Ehrung wird der Schweriner Bischof Dr. Andreas von Maltzahn, am 2. Advent (6. Dezember) während des Familiengottesdienstes, der um 10.15 Uhr beginnt, in der Kirche zu Pinnow vornehmen.
 
Wer Heiner Möhring kennt und erlebt, der spürt wie sehr ihm der Weg „seiner“ Kirche am Herzen liegt. Die Auszeichnung ist „ein Zeichen des Dankes und der Würdigung – vor allem aber eine öffentliche Bekundung, dass unsere Kirche durch den lebendigen Glauben von Gemeindegliedern wie Heiner Möhring gestaltet und geleitet wird“, so Bischof von Maltzahn, der auch 1. stellvertretender Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche ist.
 
Der pensionierte Diplom-Ingenieur Heiner Möhring lebt mit seiner Frau Christa in Pinnow bei Schwerin. Dort engagiert sich das Paar, das drei Kinder hat, seit langem in der Kirchengemeinde. Vielleicht deshalb ist Heiner Möhring, obschon er selbst leitende Verantwortungen zu seiner Sache machte, ein Mensch der Basis geblieben.

Und auch seine ersten kirchlichen Leitungserfahrungen sammelte der 1941 in Stendal/Altmark geborene Christ an der Basis – als Vertrauensstudent der Evangelischen Studentengemeinde. Seither ist Heiner Möhring engagiert in den Themen des Konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung und beriet zu DDR-Zeiten Bausoldaten, die den Dienst an der Waffe verweigerten. Sein Engagement in Friedensfragen, beispielsweise in der Organisation der Friedensdekade und Friedensgebete, half auch anderen, Mut zu fassen und den Boden für die Friedliche Revolution in Nordostdeutschland zu bereiten.

Wegbereiter zur Nordkirche

Darüber hinaus steht der Name Heiner Möhring für den engagierten Synodalen. Von 1988-2012 war er Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und von 1994-2012 fast durchweg deren Präses und Mitglied der Kirchenleitung. In diesen Ämtern wurde Heiner Möhring zu einem Wegbereiter und Mitgestalter des Fusionsprozesses zur Nordkirche. So leitete er zwischen 2010 und 2012 als Präses die drei Verfassungsgebenden Synoden. Seine besonnene und sachorientierte Leitung trug dazu bei, dass die verschiedenen Traditionen der drei Ursprungskirchen in die Verfassung der neuen Landeskirche Eingang fanden.
 
Der Horizont von Heiner Möhring geht auch weit über Norddeutschland hinaus. Bereits seit 1972 engagiert er sich vielfältig und gemeinsam mit seiner Frau für die Partnerschaft zwischen den Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Mecklenburg und Kasachstan, deren Beziehungen durch die Nordkirche weiter gepflegt werden.
 
Mit der Medaille hat zunächst die Hamburgische und später die Nordelbische Kirche seit 1959 das ehrenamtliche Engagement verdienstvoller Kirchenmitglieder ausgezeichnet. Seit Gründung der Nordkirche wird die Ehrung ebenso in Mecklenburg und Pommern verliehen. Zu den bisher Ausgezeichneten gehören zum Bespiel Dietlind Glüer, die seit dem Herbst 1989 weithin als „Mutter der Rostocker Demokratie“ bekannt ist, oder die jüngst verstorbene Greifswalder Kirchenmusikerin Annelise Pflugbeil.
Quelle: Bischofskanzlei Schwerin (cme)