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Hans-Peter Günther im Posaunenmeer
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“Geistlich, fröhlich, herzlich“ - Verabschiedung vom pommerschen Landessinge- und Posaunenwart
Greifswald (ran). Am Mittwochabend wurde der Pommersche Landessinge- und Posaunenwart Hans-Peter Günther im Greifswalder Dom in den Ruhestand verabschiedet. Damit endet eine 42jährige berufliche Arbeit für die Kirchenmusik. Der Obmann des Ev. Posaunendienstes Deutschlands, Pfr. Friedemann Schmidt-Eggert, stellte allerdings fest: „Hier sitzt niemand, der das letztlich glaubt, daß das dein letzter Arbeitstag ist.“ Er betonte auch Günthers Rolle in der DDR-Zeit, wo er „ein wichtiger Motor für die Posaunenarbeit“ gewesen sei.
Posaunenchöre aus Pommern, Posaunengäste aus Mecklenburg und anderen Posaunenwerken sowie zahlreiche Weggefährten waren in den Greifswalder Dom gekommen, wo es eine vielfältige, ideenreiche Abendmusik gab, die ein großes Dankgeschenk an Hans-Peter Günther war.
Der Pommersche Landesposaunenobmann Hans-Ulrich Schäfer aus Usedom dankte Günther mit der Feststellung: „Er hinterläßt einsatzfreudige Posaunenchöre und ein gut auf die Zukunft ausgerichtetes Posaunenwerk.“
Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit dankte Hans-Peter Günther, indem er mit ihm „eine Institution“ verabschiede. „Institution paßt allerdings nur im Hinblick auf die Kontinuität, mit der sie diese Arbeit geleistet haben.“ Aber eigentlich sei er auch keine Institution, denn er sei bekannt „für immer wieder frische Ideen, für den ungewöhnlichen Einfall, für Tatkraft, für eine lebendige Arbeit, als einer, der auf die Menschen zugeht und eine Mitarbeiterin hat Sie als ,geistlich, fröhlich und herzlich’ beschrieben.“
Günther konnte sich im Programmablauf sein Lieblingslied wünschen und das wurde nicht nur gesungen sondern in der besonderen Günther’schen Art gestaltet. Es war das Lied „Du meine Seele singe.“ Daran zeigte er, was seine Arbeit ausmachte, denn wenn er Jugendliche dieses Lied erklärt, frage er sie, was denn mit „Seele“ gemeint sei. Und dann sagt er, daß „Seele“ an den Zehen anfange und dann durch den Körper bis zu den Haarspitzen“ gehe. Danach ließ der alle im Dom aufstehen und verdeutlichte mit Gesten beim Singen die einzelnen Teile dieses Liedes.
Bewegend der Abschluß dieses Abends im Dom. Hans-Peter Günther hatte ein Teil eines Horns präpariert: am dünnen Teil eine Rose und in den Ausgang hatte er eine Fackel angebracht. Dann bat er Martin Huss, mecklenburgischer Posaunenchef, zu ihm zu kommen und er übergab ihm die Fackel der Posaunenarbeit, denn Huss soll in Zukunft die Posaunenarbeit in beiden Landeskirchen verantworten. Alle Mitwirkenden und Zuhörenden erhoben sich von ihren Plätzen und dankten Günther für seinen Einsatz, der die Aufgabe als Landessingewart weiterhin ehrenamtlich ausüben wird, bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist. (1.6.2006)
Bilder vom Abschiedsabend

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