[img] Rostock. Foto: Matthias Knüppel [img]
[img]
Start [img] Aktuell [img] Mecklenburg [img] Pommern [img] Beide Kirchen [img] Glauben [img] Marktplatz [img] Seelsorge [img] Jugend [img]
[img]
[img]
[img]
Seite drucken Seite als eMail senden
[img]
[img]
[img] Nachrichten
[img] Bildungsangebote
[img] Ereignisse
[img] Terminkalender ELLM
[img] Terminkalender PEK
[img]
[img] Chorfest DREIKLANG 2012
[img] Gründungsfest Nordkirche
[img] JAhr zur Taufe
[img] Kirchenmusik in M-V
[img] Landessynodenwahl
[img] Luther 2017
[img] Uckerlandkirchenblog
[img]

[img]
[img] Info&Service
[img] Adressen
[img] English Pages
[img] Impressum
[img] Nachrichten
[img] Neu in kirche-mv
[img] RSS Feed
[img] Übersicht










[img]
[img]
[img] [img]
[img]

Pommerscher Bischof: Gründung der Nordkirche 2012 "sehr realistisch"

 

Züssow (epd). Der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit hält es für "sehr realistisch", dass die geplante Nordkirche 2012 gegründet werden kann. Die Verantwortlichen der Landeskirchen in Nordelbien, Mecklenburg und Pommern hätten "die entscheidenden Pflöcke in gutem Einvernehmen eingerammt", sagte Abromeit am Sonnabend vor der in Züssow bei Greifswald tagenden pommerschen Synode.

 

Gleichzeitig erneuerte der Bischof seine Kritik an der Vereinigten Evangelisch-lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). In der Diskussion um die Mitgliedschaft der künftigen Nordkirche in Kirchenbünden habe die VELKD durch eine Presseerklärung versucht, "einseitig Tatsachen zu schaffen".

 

Die VELKD hatte sich gegen eine Doppelmitgliedschaft der künftigen Nordkirche ausgesprochen. Die von der pommerschen Kirche gewünschte Zugehörigkeit zur VELKD und der Union Evangelischer Kirchen (UEK) sei "aus grundsätzlichen Erwägungen" auszuschließen, "da sie weder den vertraglichen Vereinbarungen noch den faktisch vorliegenden Verhältnissen gerecht wird".

 

Die beiden Kirchenbünde vertreten die lutherischen und unierten Landeskirchen und arbeiten mittlerweile unter dem Dach der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In einer unierten Landeskirche wie Pommern sind die lutherischen und reformierten Gemeinden zusammengeschlossen. Erstmals geschah das in Preußen 1817.

 

In einem verlesenen Brief an die pommerschen Synodalen bedauerte der VELKD-Vorsitzende, der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich, dass die Presseerklärung "Irritationen ausgelöst hat". Seiner Ansicht nach habe sie jedoch "nichts Neues gesagt". Er selber, so Friedrich, habe in der Vergangenheit bereits "mehrfach darauf hingewiesen", dass eine Doppelmitgliedschaft "nicht sinnvoll ist".

 

Das von der pommerschen Synode geplante Positionspapier zur "Armut in der Gesellschaft" stieß bei den Beratungen im Kirchenparlament zuvor ein zwiespältiges Echo. Hauptkritikpunkt einiger Synodaler war, dass sich die formulierten Forderungen zur Armutsbekämpfung vor allem an den Staat richteten.

 

Auf eigene Maßnahmen und Möglichkeiten der Kirche, sich in die Bekämpfung sozialer Probleme wie Arbeitslosigkeit oder Kinderarmut einzubringen, werde zu wenig Bezug genommen, so die Kritiker. Das geplante Papier fordert unter anderem, dass bestehende Ungerechtigkeiten in der Hartz-IV-Gesetzgebung beseitigt werden und Zuverdienstmöglichkeiten nicht auf 100 bzw. 165 Euro begrenzt werden. Mit einer Entscheidung über die Vorlage ist zum Abschluss der dreitägigen Frühjahrstagung am Sonntag zu rechnen. (18.4.2010)

Copyright - epd


[img]