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Gründungsfest der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Groß und bunt: Nordkirche setzt in Ratzeburg Segel

21.05.2012 | Ratzeburg (fz). Mit einem großen Geburtstagsfest in Ratzeburg wird die Nordkirche ihren allerersten Tag feiern: Am Pfingstsonntag (27. Mai) wird Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland offiziell gegründet – sie entsteht aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche. Besucherinnen und Besucher aus den mehr als 1000 Kirchengemeinden werden dieses Ereignis miteinander feiern, im Gottesdienst und an festlich gedeckter Tafel. Zahlreiche ökumenische Gäste aus Partnerkirchen wollen ebenfalls nach Ratzeburg kommen. Sie alle können sich auf das gemeinsame Segelsetzen freuen: Gemeinden, Kirchenkreise, Dienste und Werke stellen sich in Ratzeburg vor, laden zum Gespräch ein und bieten Aktionen an. Ein erster großer Nordkirchen-Tag mit umfangreichem Programm – vom Festgottesdienst um 10 Uhr bis spätabends auf der Rathausbühne beim Nordkirchen-Festival.

Seit Monaten arbeitet das Gründungsfest-Team unter der Leitung von Pastorin Annegret Wegner-Braun auf Hochtouren: „Das Gründungsfest der Nordkirche ist ein erster großer und bunter Nord-Kirchen-Tag. Wir freuen uns, dass alle 13 Kirchenkreise der neuen Kirche und viele übergemeindliche Dienste und Werke ihre besonderen Farben dazu beitragen. Besucherinnen und Besuchern werden die neue Kirche in der Vielfalt ihres Glaubens und kirchlichen Lebens erkennen können.“ Mit diesem Fest solle nun der gemeinsame Aufbruch markiert werden, so Annegret Wegner-Braun weiter, denn: „Eine wichtige Erfahrung hat die fünf Jahre der Nordkirchenwerdung geprägt: die persönliche Begegnung ist das Geheimnis von Verständigung und wachsendem Interesse aneinander. Auf persönliche Begegnung setzen wir auch beim Gründungsfest der Nordkirche: im Gottesdienst, bei gemeinsamer Mahlzeit und ausgelassener Feier.“

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck: „Ich freue mich auf das Gründungsfest – es wird das größte Tauffest sein, das ich je besucht habe. Paten der Nordkirche sind vor allem die Kirchengemeinden mit ihren vielen Engagierten aus Ost und West. Und natürlich freue ich mich auch darüber, dass ich als Bischöfin symbolisch mit die Taufschale halten darf.“

Nach dem großen Festgottesdienst sind die Besucherinnen und Besucher auf dem Palmberg zur gemeinsamen Mahlzeit eingeladen. Frauke Eiben, Pröpstin des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg: „Gesegnete Mahlzeit und einen guten Appetit – das wünschen wir unseren Gästen beim gemeinsamen Mittagessen am Pfingstsonntag. Fast 300 ehrenamtliche Männer und Frauen freuen sich darauf, für 5000 Menschen den Tisch zu decken und als Gastgeber bereit zu stehen: Brot und Saft anzubieten, einen Sitzplatz und ein Willkommen.“ Der Tisch sei ein guter Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und zu stärken für den gemeinsamen Tag und Weg. „Davon wird schon in der Bibel berichtet. Und daran schließen wir an“, so Pröpstin Eiben.

Möglich wird ein so großes Fest durch eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Ratzeburg. Die Ratzeburger Innenstadt wird am Pfingstsonntag ab 8.30 Uhr eine große Fußgängerzone, die Domhalbinsel wird für den Verkehr komplett gesperrt sein. Am Stadtrand werden ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen – die Besucherinnen und Besucher erreichen das Festgelände mit Shuttlebussen.

Bürgermeister Rainer Voß: „Wir Ratzeburger freuen uns über das besondere Pfingsterlebnis der Gründung der Nordkirche und darüber, Gastgeber sein zu dürfen. Ratzeburg ‚baut Brücken‘ – mit dem mecklenburgischen Dom in Nordelbien, mit dem freien Teil Mecklenburgs während der deutschen Teilung und nun in der Mitte zwischen den beteiligten Landeskirchen. Wo kann man besser Segel setzen als am Ratzeburger See?“

Weitere Informationen unter www.kirche-im-norden.de, Material für Medienvertreter und Akkreditierungsformulare zum Download unter www.kirche-im-norden.de/medien.html.