Nach oben

Ev.-Luth. Pfarrsprengel Gresse

Die neun Kirchen im Pfarrsprengel Gresse mit den verbundenen Kirchengemeinden Gresse-Granzin & Zweedorf
Das Pfarrsprengel Gresse befindet sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Es umfasst die Orte: Badekow, Bennin (Kapelle), Gallin (Kapelle), Granzin b. Boizenburg (Kirche), Gresse (Kirche), Greven (Kirche), Heidekrug, Hof Gallin, Leisterförde, Lüttenmark (Kapelle), Nieklitz, Schildfeld und Tüschow, sowie Schwanheide (Kapelle), Nostorf (Kirche) und Zweedorf (Kirche).

Besetzung der Vakanz

Liebe Leserinnen und Leser

Sie haben es vielleicht bemerkt, das Pfarrhaus in Gresse ist wieder bewohnt. Am Erntedanksonntag darf ich meinen Dienst als Ihre neue Pastorin beginnen. Schritt für Schritt kommen mein Mann und ich hier an. Wir wurden von den Kirchengemeinderäten sehr herzlich empfangen, sind froh hier zu sein und unsere Tochter macht im weitläufigen Garten ihre ersten Schritte. Auch für mich gibt es viel zu entdecken in Ihren Gemeinden, Kirchen und Dörfern – sprechen Sie mich gern an, erzählen Sie mir von hier. Ich freue mich sehr darauf, Sie kennenzulernen und immer weiter anzukommen. Noch sind nicht alle Umzugskartons ausgepackt, sie sind bestückt mit Eindrücken aus meinem Studium in Rostock und Rom. Ökumenische Fragen, der Umgang mit anderen Denkweisen und das Zusammendenken haben mein Studium sehr geprägt. Auch die mecklenburgische Kirchengeschichte und dabei insbesondere das Verhältnis von Staat und Kirche seit den 50er Jahren beschäftigen mich. Ich bringe Erfahrungen aus meiner Heimat in Rostock, meinem Vikariat in Hamburg und einem Freiwilligendienst im ökumenischen Begegnungszentrum der Waldenserkirche in Italien mit. Den Blickwinkel verändern, das macht mir Freude, weil ich weiß, dass es einen festen Grund gibt. Mit dem Psalmbeter kann ich sagen: „Gott, Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Ps 31,9). Immer wieder habe ich an anderen Orten die Erfahrung gemacht, dass Gott neue Lebensmöglichkeiten eröffnet, neue Perspektiven schafft. Zweifel und Leid gehören dazu, aber der neue Lebensmut kann sie irgendwie ertragbar machen. Gott schenkt dem Psalmbeter Vertrauen in Freiheit und Geborgenheit.

 „Gott, Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Dankbare Worte.

 Dank ist in den Psalmen nichts Zwischenmenschliches, Dank bezieht sich auf Gott. Es geht um mehr als nur um das, was wir als Dank bezeichnen - es ist ein Staunen über das Leben. Ein Staunen über das, was einfach schon da ist. Wir feiern Erntedank in dankbarer Erinnerung – nicht nur für die Ernte. Wir feiern Erntedank in der Gewissheit, dass Gott trotz unserer Zweifel auch in Zukunft neue Möglichkeiten schafft. Wir feiern Erntedank, weil wir über das Leben staunen können. „Gott, Du stellt meine Füße auf weiten Raum“. Gott hat das große Ganze im Blick und wir gestalten unsere Welt an den verschiedenen Orten – Schritt für Schritt – hier und dort – damals und heute. Ich bin neugierig auf Ihre Traditionen und Geschichten und freue mich darauf gemeinsam mit Ihnen auch neue Perspektiven zu entdecken und den Raum weiter zu gestalten. 

Ihre Pastorin Johanna Montesanto