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Gottesdienst in Neubrandenburg eröffnet das „Jahr der Taufe“

Mecklenburgische Landeskirche plant Tauffeste, Ausstellungen und Informationsangebote

03.01.2011 | Schwerin/Neubrandenburg (cme). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs begeht 2011 als ein „Jahr der Taufe“. Eröffnet wird das Themenjahr am kommenden Sonntag (9. Januar 2010) um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Michael in Neubrandenburg. Die Predigt zum Bericht über Jesu Taufe im Matthäus-Evangelium (Mt 3, 13-17) hält Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn. Jesus selbst machte sich nach der biblischen Überlieferung von Galiläa aus auf den Weg, um sich von dem Wüstenprediger Johannes dem Täufer in das Wasser des Jordans tauchen zu lassen. Für Christen ist das Wasser Sinnbild für die Reinigung und Erneuerung des Lebens durch Jesus Christus.

Der Landeskirche möchte mit dem „Jahr der Taufe“ das „allgemeine Interesse für die Taufe wecken und darüber nachdenken, wie verständliche Zugangsmöglichkeiten zur Taufe eröffnet werden können“, sagt Landesbischof von Maltzahn. Zugleich hoffe er, dass, dass „die Bedeutung der Taufe als einmaliges Eingangsritual des christlichen Glaubens in Kirche und Gesellschaft neu in den Blick kommen“. Dabei ist dem Landesbischof wichtig: „Die Taufe ist ein Zeichen für die Freiheit des Menschen, der in den Augen Gottes eine eigene Persönlichkeit ist.“

Mit jährlich rund 1650 Taufen, darunter sehr viele Erwachsene, ist die Anzahl der Taufen in Mecklenburg seit Jahren stabil. Wünschenswert ist allerdings, dass „die Einladung zur Taufe bestimmte gesellschaftliche Gruppen im Land wieder mehr erreicht – etwa Alleinerziehende, Jugendliche im Konfirmandenalter und Kinder in religionsverschiedenen Familien“, so der Landesbischof In den kommenden zwölf Monaten sind daher laut Kirchenrat Dr. Matthias de Boor von der Arbeitsgruppe „Jahr der Taufe“ diverse Ausstellungen von Taufgegenständen in Kirchgemeinden, Tauffeste, Seebrückengottesdienste und Familienfreizeiten mit Taufen, Gottesdienste zur Tauferinnerung und Taufkurse. Ebenso soll Informationsmaterial verteilt werden, beispielsweise in Hebammen-Praxen. De Boor: „Insgesamt geht es uns darum, die Taufe ins Gespräch zu bringen und Hürden für die Taufe abzubauen.“ Dafür seien Informationen und Anstöße nötig, wobei es ein allgemeines Informationsbedürfnis zur Frage nach dem Sinn des Lebens und an der Taufe als Fest des Eintritts eines Menschen in die christliche Kirche gebe.

Mehr Informationen im Internet unter www.ja-zur-taufe.de