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Ev. Kirchengemeinden Glewitz und Rakow

Pfarramt Glewitz

Kirche in Glewitz
Zu den Kirchengemeinden Glewitz und Rakow gehören die Ortschaften Glewitz (St. Margarethen), Grammendorf, Zarnekow, Jahnkow, Wolthof, Langenfelde, Medrow, Toitz Ausbau, Nehringen (St. Andreas) Rodde, Dorow, Keffenbrink, Deyelsdorf, Fäsekow, Bassendorf, Stubbendorf sowie Rakow (Zum heiligen Leichnam), Dönnie, Grabow, Grischow, Bretwisch.

Glewitz
Glewitz, Blick zum Altar
Glewitz, Perückenkruzifix, früherer Zustand
Glewitz, nach der Restaurierung. Foto: Witt
Nehringen
Deyelsdorf
Medrow
Rakow
Bretwisch
Margarethenkirche Glewitz
Die Margarethenkirche in Glewitz fasziniert durch ihre klaren baulichen Strukturen. Der Chor entstand am Ende des 13. Jh. in den für unsere Dorfkirchen ungewöhnlichen Proportionen der Hochgotik. Bei der umfangreichen Innenausstattung sind vor allem die farbliche Architekturfassung aus der Zeit vor 1300 und die umfangreichen Wandmalereien von 1370 hervorzuheben. Wie in einem mittelalterlichen Comic werden Geschichten aus dem Leben Jesu und Heiligenlegenden erzählt. Art, Umfang und Erhaltungszustand der 1995 wiederentdeckten Malereien machen die Kirche zu einem bedeutenden Baudenkmal des gesamten norddeutschen Raumes. Neben der sehr dominanten Darstellung der Margaretenlegende auf der Südwand von Chor und Kirchenschiff sind ein Passionsfries und andere Darstellungen von Heiligen, Legenden und biblischer Geschichten gemalt, wie elf Aposteldarstellungen, Erasmus, Apollonia, Dorothea, Melchisedek, Antonius, Christophorus, Martin von Tour, Verkündigung an Maria, Anbetung der Könige, Pfingstgeschehen, Legende von den drei Lebenden und den drei Toten, sowie fünf Wappen der Familie von Zepelin. Außerdem gehören zur Ausstattung ein neugotischer Altaraufsatz mit dem segnenden Christus im Stile der Thorwaldsenschule (1869), die Kanzel in Empireformen mit dem stehenden Christusknaben auf dem Schalldeckel und gemalten Szenen aus dem Leben Jesu am Kanzelkorb (1786), ein großes Kruzifix mit Evangelistensymbolen an den Kreuzenden (E. 15.Jh.), ein Beichtstuhl (1683), eine Katharina aus dem ehemaligen Marienaltar (ca. 1400) und die Glocke (ca. 1375).
 
Andreaskirche Nehringen
Die um 1350 entstandene im Ursprung gotische Andreaskapelle verdankt ihr jetziges Aussehen der umfassenden barocken Umgestaltung zur Schloßkirche in den Jahren von 1721 bis 1726 durch den damaligen schwedischen Generalgouverneur für Rügen und Vorpommern Graf Johann August von Meyerfeldt. Neben den großen Decken- und Tafelgemälden vervollständigen Kanzel, Taufengel, Beichtstuhl, Patronatsloge und die restaurierte Mehmelorgel den geschlossenen barocken Eindruck. Besonders hervorzuheben ist der künstlerisch qualitätvolle Renaissancealtar von 1598. Mit seinen aus italienischer Schule stammenden Marmorreliefs ist er das bedeutendste Stück der Kirchenausstattung. Nehringen gilt eins der letzten erhaltenen Ensemble schwedischen Barocks in Vorpommern mit dem Gutshaus und zwei Kavalierhäusern im schwedischen Landhausstil (1780) (Landsitz des schwedischen Generalgouverneurs für Rügen und Vorpommern), barocken Wohnhäusern in der Dorfstraße (ca. 1730-1810), der Zugbrücke über die Trebel (1911) sowie dem mittelalterlichen Bergfried (Fangelturm, Anfang des 14. Jh.).
Besichtigung: Siehe Pfarramt oder:
Klaus Bergemann
Dorfstraße 31, 18513 Nehringen,
Tel.: (03 83 34) 8 02 31
 
Kirche Deyelsdorf
Die Renaissance-Kirche in Deyelsdorf wurde 1606 unter der Verantwortung des damaligen Kirchenpatrons Caspar von Behr im Stile der protestantischen Schloßkapellen erbaut. Eine Besonderheit war dabei die klare Trennung von Patron und Gefolgschaft. Das Volk betrat den unteren Teil der Kirche von Westen kommend durch den Turm, während der Patron von Osten her über eine gesonderte Außentreppe die massive Empore erreichte, um von dort dem Gottesdienst zu folgen.Ihre jetzige Gestalt verdankt die Kirche der Umgestaltung durch den Baumeister Thormann im Jahre 1872 im Stile der Neorenaissance. Hervorzuheben ist die in die Empore eingelassene Marmorplastik des segnenden Christus im Thorwaldsenstil als Teil der Altargestaltung. Die Mehmelorgel von 1878 stellt durch ihre Windladenkonstruktion (Präzisionslade) ein technisches Unikat dar. 3 von 8 Registern stammen aus der Vorgängerorgel des Grimmener Orgelbaumeisters Christian Welt von 1741. Der ebenfalls aus dieser Zeit stammende Orgelprospekt hat Ähnlichkeit mit Prospekten von Arp Schnitger.
 
Kirche Medrow
Die um 1250 entstandene Feldsteinkirche in Medrow besitzt nur noch im Altarraum mit seinem vierseitigen Kuppelgewölbe ihre ursprüngliche Gestalt. Beeindruckend sind hier die bereits auf einem Meter Höhe ansetzenden tiefen Gewölbeansätze. Nach der teilweisen Zerstörung der Kirche im Brandenburgisch-Schwedischen Kriege im Jahre 1678 wurde sie von 1687 bis 1700 wiederhergestellt. Den nur noch als Ruine erhaltenen Turm ersetzt seit dem ein freistehender Glockenstuhl auf dem Friedhof, der eine Glocke des Stralsunder Glockengießers J. Karl von 1414 beherbergt. Neben dem wuchtigen barocken Holzkruzifix (A. 18.Jh.) zählt der Kanzelaltar aus dem Jahre 1763 mit Bildnis der Taufe Jesu zu den wichtigen Ausstattungsstücken.
 
Kirche Rakow
Die Kirche ist ein einschiffiger Feld- und Backsteinbau. Der Chor wurde Mitte des 13 Jahrhunderts begonnen. Das breitere Schiff mit dem Westturm wurde bis zum 15. Jh. vollendet. Im Inneren finden sich Reste ornamentaler Wandmalerei aus dem 13., 15. und 18. Jahrhundert.
 
Kirche Bretwisch
Die Dorfkirche Bretwisch ist ein rechteckiger Feldsteinbau, 1852 in neogotischen Formen erbaut und hat eine einheitliche neogotische Ausstattung aus dem 19. Jh. Die Orgel wurde von F. A. Mehmel aus Stralsund erbaut.

Weitere Informationen unter: www.kircheglewitz.de