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Ev. Kirchengemeinden Gingst, Waase und Samtens

Pfarramt Gingst

Gingst/Rügen
Zur Ev. Kirchengemeinde Gingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) gehören Gingst (St. Jacobi), Boldevitz, Bußvitz, Dubkevitz, Gagern, Klein Kubitz, Groß Kubitz, Grosow, Güstin, Haidhof, Heidemühl, Kapelle, Kluis, Lieschow, Lüßvitz, Malkvitz, Mönkvitz, Moordorf, Mursewiek, Neuendorf, Pansevitz, Presnitz, Silenz, Teschvitz, Unrow, Varbelvitz, Venz, Volkshagen, Volsvitz sowie Waase auf Ummanz (St. Marien), Freesenort, Haide, Suhrendorf, Tankow, Wusse und Samtens, Berglase, Dreschvitz, Dußvitz, Dumrade, Frankenthal, Güttin, Landow (Kultur- und Wegekirche), Luttow, Mölln, Muhlitz, Negast, Ralow, Rugenhof, Sehrow, Stönkvitz, Tolkmitz, Zirkow Hof.

Gingst
Gingst, Kanzel
Waase, Altar
Samtens, Gemeindehaus
Samtens, Kirche
Landow
Die St. Jacobi Kirche in Gingst ist die zweitgrößte auf der Insel Rügen. Um 1300 wurde mit dem Bau des Chores begonnen. Um 1400 ist der Kirchenbau weitergeführt worden. So entstand das dreischiffige Langhaus. Der Kirchturm wurde 50 Jahre später angebaut, brannte aber 1699 durch Blitzeinschlag ab, so dass der heutige Turm nicht der ursprüngliche ist. Schon vier Jahre später wurde die Kirche erneut von einer schweren Katastrophe heimgesucht. Bei einem Orkan stürzte der gerade neu errichtete Kirchturm ein und durchschlug beim Fallen das Kirchendach und die Gewölbe des Mittelschiffes. Daraufhin wurde dann im Hauptschiff eine flache Stuckdecke eingezogen. 1726 vernichtete ein großer Brand die gesamte Inneneinrichtung der Kirche. Dem Engagement des Präpositus Johannes Buschmann und vielen Spendern ist es zu verdanken, dass ab 1729 die Wiederaufbauarbeiten an der Kirche beginnen konnten. Davon zeugt eine Inschrift an der Nordwand der Kirche. So kamen 1730 das Gestühl und die Beichtstühle in die Kirche, 1735 die Taufe, 1743 die Kanzel und 1776 der Altar. Sein Aufbau mit den Skulpturen von Glaube und Hoffnung ist besonders beeindruckend.
Im Jahre 1790 erhält die St. Jacobi Kirche in Gingst ihre heutige Orgel. Sie wurde vom Orgelbaumeister Christian Kindt aus Stralsund gebaut und ist bekannt für ihren guten Klang. In den Sommermonaten finden regelmäßig Konzerte statt.
 
Es wird jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert. Er beginnt um 9.30 Uhr.
 
Geöffnet ist die Kirche in der Zeit von März bis Oktober von Montag bis Freitag von 8.30 -16.00 Uhr.
 
Kirche in Waase
Die Insel Ummanz wird um 1240 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahre 1322 wurde auf der Insel eine Kirche errichtet, von der aber nur kleine Reste an Bausubstanz erhalten blieben. Schriftliche Zeugnisse über den Bau der heutigen St. Marien Kirche sind nicht vorhanden. Der Chor und die Schiffsostwand entstanden aber wahrscheinlich bald nach der Mitte des 15. Jahrhunderts.
Ein besonders kostbares Stück ist der Antwerpener Schnitzaltar, der um 1520/25 entstanden ist. Der Flügelaltar besteht aus drei Teilen: dem Schrein, den bemalten Flügeln und der mit Spruchbändern bemalten Predella. Ursprünglich wurde der Altar nur zu besonders festlichen Gelegenheiten geöffnet, heute sind die geschnitzten und plastisch wirkenden Szenen des Schreines jedoch immer zu bewundern.
In der unteren Reihe sind drei Szenen aus dem Leben von Thomas Becket dargestellt: seine Einsetzung als Erzbischof von Canterbury, die auf 1163 datiert wird. In der Mitte des Altars wird seine Ermordung vor dem Altar der Kathedrale von Canterbury dargestellt. In der 3. Szene schwört Heinrich II., dass er am Tode Thomas Beckets unschuldig ist. Die Darstellungen aus dem Leben des Heiligen dürften ein Auftragswerk sein.
In der oberen Reihe werden drei Szenen aus der Passion Christi gezeigt: die Kreuztragung Christi, die Kreuzigung im mittleren Gehäuse und die Beweinung Christi im rechten Gehäuse. Weitere biblische Szenen, die mit Öl auf Holz gemalt wurden, finden sich auf den Flügeln des Altars.
Die Kanzel aus dem Jahre 1572, ein Kruzifix an der Chornordwand (um 1500), ein Bronzeleuchter aus dem 15. Jahrhundert, zwei Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert, ein Taufstein, der auf das 8. Jahrhundert n.Chr. datiert wird, und die Orgel aus dem Jahre 1924 sind nur einige der weiteren Sehenswürdigkeiten in der kleinen Dorfkirche.
 
Es wird alle 14 Tage ein Gottesdienst gefeiert. Er beginnt um 11.00 Uhr.
 
Die Waaser Kirche ist zur Besichtigung und stillen Andacht von April bis Oktober geöffnet:
Vorsaison: 01.04. bis 31.05.2017: dienstags bis freitags 11:00 bis 14:30 Uhr
Hauptsaison: 01.06. bis 15.09.2017: dienstags bis freitags 11:00 bis 16:30 Uhr
Nachsaison: 16.09. bis 31.10.2017: dienstags bis freitags 11:00 bis 14:30 Uhr
Wochenenden / Feiertage: 14.04. bis 17.04. / 29.04. bis 01.05. / 25.05. bis 15.10.: 14:00 bis 15:00 Uhr.

Samtens mit knapp 3000 Einwohnern ist das Verwaltungszentrum von Südwestrügen.
Die Kirche stammt aus der ersten Hälfte des 15 Jh. und ist in den achtziger und neunziger Jahren des 20. Jh. saniert und restauriert worden. Besonders sehenswert sind der Taufengel um 1700 (vermutlich Martin Becker Stralsund ) , das sehr feingliedrig gestaltete Triumphkruzifix auf dem Altar (15. Jh.) und die Wandmalerei mit Christophorus und die Epitaphen (Anfang 17. Jh.)
 
Seit 2002 nutzt die Kirchengemeinde das neues und architektonisch gelungene "Evangelische Gemeindehaus" für kirchliche Veranstaltungen. Ebenso steht das Gemeindehaus auch kommunalen oder anderen Zwecken als multifunktionales Haus offen.
Mit dem neuen Evangelischen Gemeindehaus und dem alten Schul- und Küsterhaus der Kirchengemeinde , das das Kreisdiakonische Werk Stralsund übernommen hat und als eine Soziale Einrichtung für Jugendliche nutzt , hat Samtens im alten Dorfkern ein neues kirchliches Zentrum bekommen.
 
Zur Kirchengemeinde Samtens gehören die Dörfer Dreschwitz und das kleine Dorf Landow am Kubitzer Bodden.
 
Die Landower Kirche, im Jahre 1333 erstmalig erwähnt, ist vor ca. 30 Jahren baulich aufgegeben worden, da zu DDR- Zeiten die kleine Kirchengemeinde Landow das Gebäude nicht unterhalten konnte und Kirchenbau durch politische Verhältnisse erschwert bis unmöglich war. Die gesamte Inneneinrichtung, einschliesslich der Holzdecke wurde demontiert und kam z.T. in andere Kirchen bzw. ging z.T. verloren. Dennoch hat die Kirche einen unverwechselbaren morbiden Charme und besonderes Flair in der idyllischen Abgeschiedenheit.
Seit 2000 nutzt die Kirchengemeinde die Dorfkirche wieder für Gottesdienste und als "Kultur- und Wegekirche"
Im Jahre 2000 hat die Ev. Kirchengemeinde Samtens den Freundeskreis "Kirche zu Landow" gegründet und veranstaltet seither regelmässig mit grossem Erfolg den "Landower Musiksommer" mit Konzerten, Filmnächsten, Theateraufführungen, Kunstausstellungen. Wichtige Partner sind das Theater Vorpommern und die Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern. Letztere sind seit 1990 regelmässig mit dem traditionellen Kammermusikfest, in Landow zu Gast.
Dank des Engagement von Künstlern in den 80-ziger Jahren und sowie des Freundeskreises konnte der Verfall gestoppt werden und 1994 und 2002 grundlegende Sanierungen zur Sicherung der Bausubstanz durchgeführt werden.