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Am 5. Februar 2008 wurde im Ratzeburger Dom der Nordkirchen-Fusionsvertrag unterzeichnet.
Die zu Pfingsten 2012 geplante „Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland“ hat einen langen Vorlauf. Mecklenburg und Nordelbien haben lange nachbarschaftliche Kontakte und Pommern und Nordelbien eine seit mehr als 50 Jahren bestehende lebendige Partnerschaft.
| Bereits Ende September 2000 schlossen die Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern einen Kooperationsvertrag, der die jahrzehntelangen Partnerbeziehungen festigen sollte. |
| Januar 2004 Mecklenburg und Pommern nehmen Gespräche über eine Föderation auf, die in eine Fusion beider Landeskirchen münden soll. |
| Februar 2006 Beide Kirchen verständigen sich auf „Prinzipien und Ziele einer gemeinsamen Ev.-Luth. Kirche in Mecklenburg und Vorpommern“. |
| Oktober 2006 Pommern stimmt einem Rahmenvertrag mit Mecklenburg zu, nimmt nach einem Synodenbeschluss aber zugleich Sondierungsgespräche mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz auf. |
| 28. Februar 2007 Nordelbiens leitender Bischof Hans Christian Knuth lädt Mecklenburg und Pommern in einem Brief zu „Sondierungsgesprächen“ für eine gemeinsame Kirche ein. |
| Mai 2007 Die Kirchenleitungen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern stimmen der Aufnahme von Sondierungsgesprächen zu. |
| 12. Juni 2007 Beginn der offiziellen Sondierungsgespräche. |
| November 2007 Alle drei Landessynoden stimmen für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. |
| 5. März 2008 EKD-Ratsvorsitzender Bischof Wolfgang Huber (Berlin) begrüßt Gespräche zur Nordkirche. |
| April 2008 Lübeck offiziell als Standort für das Nordkirchen-Zentrum (Landeskirchenamt und Landesbischof) vorgeschlagen. |
| 1. Mai 2008 „Arbeitsstelle Nordkirche“ in Schwerin errichtet. |
| 11. Juli 2008 Erster Entwurf eines Fusionsvertrages bestimmt Lübeck als Standort von Landeskirchenamt und Landesbischof. |
| 20. September 2008 Die Nordelbische Synode kritisiert die Standort-Entscheidung und regt Trennung von Kirchenamt und Sitz des Landesbischofs an. |
| 5. Februar 2009 Der Fusionsvertrag wird in Ratzeburg unterschrieben. Kiel soll Standort des gemeinsamen Landeskirchenamtes werden, Schwerin Sitz des Landesbischofs. Nordelbien verzichtet auf die 2009 geplante Wahl eines eigenen Landesbischofs. |
| 26. - 28. März 2009 Parallele Abstimmungen über den Fusionsvertrag in den Synoden der Nordelbischen, Mecklenburgischen und Pommerschen Kirche. Alle haben mit verfassungsändernder Mehrheit dem Fusionsvertrag zugestimmt. |
| April 2009 Der Verband Evangelisch-Lutherischer Kirchen in Norddeutschland wurde mit Inkrafttreten des Fusionsvertrages wirksam. Seit April 2010 gibt es die Gemeinsame Kirchenleitung, die drei- bis viermal im Jahr tagt und die grundlegenden Entscheidungen trifft. |
| 29.-30. Januar 2010 In Lübeck-Travemünde findet die konstituierende Sitzung der Verfassunggebenden Synode statt. |
| September 2011 Die „Arbeitsstelle Kirche im Dialog“ nimmt in Rostock ihre Arbeit auf. |
| 20.-23. Oktober 2011 In Heringsdorf/Usedom findet die 2. Tagung der Verfassunggebenden Synode statt. |
| 5.-8. Januar 2012 Auf der 3. Tagung der Verfassunggebenden Synode in Rostock-Warnemünde stimmen 227 der anwesenden 255 Synodalen für die Verfassung und das Einführungsgesetz. Die Fusion der drei Kirchen ist beschlossen. |
| Pfingsten 2012: Das Gründungsfest der Nordkirche wird in Ratzeburg gefeiert. |