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Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Geschichte: Der Weg zur Nordkirche

Am 5. Februar 2008 wurde im Ratzeburger Dom der Nordkirchen-Fusionsvertrag unterzeichnet.
Am 27. Mai 2012 wurde in der Geschichte der Evangelischen Kirche in Norddeutschland ein neues Kapitel aufgeschlagen: Zu Pfingsten, dem Geburtstagsfest der Kirche, feierten Christinnen und Christen im Norden die Gründung der neuen „Nordkirche“.

Die „Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland“, wie sie offiziell heißt, hat einen langen Vorlauf. Mecklenburg und Nordelbien haben lange nachbarschaftliche Kontakte und Pommern und Nordelbien eine seit mehr als 50 Jahren bestehende lebendige Partnerschaft.

Nachfolgend finden Sie eine chronologische Übersicht der Fusionsgeschichte. Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen, wie sie auf der Fusions-Internetseite kirche-im-norden.de dokumentiert wurden, finden Sie hier.

Chronologie

Bereits Ende September 2000 schlossen die Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern einen Kooperationsvertrag, der die jahrzehntelangen Partnerbeziehungen festigen sollte.
Januar 2004 Mecklenburg und Pommern nehmen Gespräche über eine Föderation auf, die in eine Fusion beider Landeskirchen münden soll.
Februar 2006 Beide Kirchen verständigen sich auf „Prinzipien und Ziele einer gemeinsamen Ev.-Luth. Kirche in Mecklenburg und Vorpommern“.
Oktober 2006 Pommern stimmt einem Rahmenvertrag mit Mecklenburg zu, nimmt nach einem Synodenbeschluss aber zugleich Sondierungsgespräche mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz auf.
28. Februar 2007 Nordelbiens leitender Bischof Hans Christian Knuth lädt Mecklenburg und Pommern in einem Brief zu „Sondierungsgesprächen“ für eine gemeinsame Kirche ein.
Mai 2007 Die Kirchenleitungen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern stimmen der Aufnahme von Sondierungsgesprächen zu.
12. Juni 2007 Beginn der offiziellen Sondierungsgespräche.
November 2007 Alle drei Landessynoden stimmen für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen.
5. März 2008 EKD-Ratsvorsitzender Bischof Wolfgang Huber (Berlin) begrüßt Gespräche zur Nordkirche.
April 2008 Lübeck offiziell als Standort für das Nordkirchen-Zentrum (Landeskirchenamt und Landesbischof) vorgeschlagen.
1. Mai 2008 „Arbeitsstelle Nordkirche“ in Schwerin errichtet.
11. Juli 2008 Erster Entwurf eines Fusionsvertrages bestimmt Lübeck als Standort von Landeskirchenamt und Landesbischof.
20. September 2008 Die Nordelbische Synode kritisiert die Standort-Entscheidung und regt Trennung von Kirchenamt und Sitz des Landesbischofs an.
5. Februar 2009 Der Fusionsvertrag wird in Ratzeburg unterschrieben. Kiel soll Standort des gemeinsamen Landeskirchenamtes werden, Schwerin Sitz des Landesbischofs. Nordelbien verzichtet auf die 2009 geplante Wahl eines eigenen Landesbischofs.
26.-28. März 2009 Parallele Abstimmungen über den Fusionsvertrag in den Synoden der Nordelbischen, Mecklenburgischen und Pommerschen Kirche. Alle haben mit verfassungsändernder Mehrheit dem Fusionsvertrag zugestimmt.
April 2009 Der Verband Evangelisch-Lutherischer Kirchen in Norddeutschland wurde mit Inkrafttreten des Fusionsvertrages wirksam. Seit April 2010 gibt es die Gemeinsame Kirchenleitung, die drei- bis viermal im Jahr tagt und die grundlegenden Entscheidungen trifft.
29.-30. Januar 2010 In Lübeck-Travemünde findet die konstituierende Sitzung der Verfassunggebenden Synode statt.
September 2011 Die „Arbeitsstelle Kirche im Dialog“ nimmt in Rostock ihre Arbeit auf.
20.-23. Oktober 2011 In Heringsdorf/Usedom findet die 2. Tagung der Verfassunggebenden Synode statt.
5.-8. Januar 2012 Auf der 3. Tagung der Verfassunggebenden Synode in Rostock-Warnemünde stimmen 227 der anwesenden 255 Synodalen für die Verfassung und das Einführungsgesetz. Die Fusion der drei Kirchen ist beschlossen.
Pfingsten 2012: Das Gründungsfest der Nordkirche wird in Ratzeburg gefeiert.