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Malchow

Gedenken an Opfer der "Werwolf-Tragödie"

05.07.2018 ǀ Malchow.  Mit einer Gedenkveranstaltung soll am Freitag (6. Juli, 11.45 Uhr) in Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) an die Opfer der sogenannten Werwolf-Tragödie vor 73 Jahren erinnert werden. Die Gedenkrede wird der CDU-Landesvorsitzende Vincent Kokert halten, teilte Horst Vau als Mitorganisator mit. Neben Musik sind mehrere Grußworte geplant. Der Malchower evangelische Pastor Eckhard Kändler wird ein Gebet sprechen.

In Malchow waren 1945 und 1946 insgesamt 33 Jungen und Mädchen vom sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet worden, weil sie angeblich der Organisation "Werwolf" angehörten. 13 von ihnen kamen bereits in der U-Haft ums Leben. Die Organisation sollte angeblich Jugendliche für einen Partisanenkrieg gegen die sowjetischen Besatzer rekrutiert haben.

Alle Malchower Opfer wurden nach der politischen Wende 1989 strafrechtlich rehabilitiert. Heute erinnert in dem Ort unter anderem ein Gedenkstein an die "Werwolf-Tragödie". In der sowjetischen Besatzungszone sollen damals über 20.000 junge Menschen verhaftet worden sein. Sie verschwanden in sowjetischen Lagern oder wurden zum Tode verurteilt. Über 12.000 von ihnen sind damals gestorben.
Quelle: epd

Ort

Gedenkstein vor der Villa Blanck
Gartenstraße 19
17213 Malchow

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