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Oberkonsistorialrat Moderow: Wenig Chancen für Fusion in Mecklenburg-Vorpommern

 

Greifswald (epd). Der scheidende Greifswalder Oberkonsistorialrat Hans-Martin Moderow hat sich skeptisch zur geplanten Fusion der beiden Landeskirchen in Mecklenburg-Vorpommern geäußert. "Ich bin nicht mehr sicher, ob das Projekt Aussichten auf Erfolg hat", sagte das Leitungsmitglied des Greifswalder Konsistoriums am Mittwoch in einem epd-Gespräch. Zugleich plädierte er für einen Zusammenschluss mit der Berlin-brandenburgischen Kirche. Am Sonnabend wollen die Synoden der evangelischen Kirchen in Mecklenburg und Vorpommern erstmals gemeinsam über die Fusionspläne beraten.

 

Bei den Landeskirchen in Mecklenburg und Berlin-Brandenburg stießen die Äußerungen auf ein geteiltes Echo. Der Leiter des Schweriner Oberkirchenrates, Andreas Flade, reagierte mit Zurückhaltung, kündigte aber zugleich an, dass der Zeitraum für die Umsetzung der Fusion bis 2012 ausgedehnt werde. Der Berliner Bischof Wolfgang Huber erklärte gegenüber epd, seine Landeskirche sei zu Gesprächen mit Pommern "immer bereit". Die Initiative hierfür müsse aber von dort ausgehen. "Die Entscheidung, welchen Weg die pommersche Kirche im Blick auf ihre Zukunft wählt, liegt allein bei ihr selbst", sagte Huber, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

 

Dieser Schritt könnte nach Ansicht von Moderow "schneller und reibungsloser verlaufen", zumal die Gespräche mit der mecklenburgischen Kirche "bisher eher zäh" verlaufen seien. Dabei ließ der 63-Jährige keinen Zweifel daran, dass ein Zusammenschluss der pommerschen mit einer der beiden Nachbarkirchen unausweichlich sei. (24.8.2006)

Copyright - epd


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