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Mecklenburgische Synode: Mecklenburgischer und Pommerscher Bischof für Kirchenfusion

 

Plau am See (ran). Auf der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs haben sich der mecklenburgische Landesbischof Hermann Beste und der pommersche Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit deutlich für eine Fusion der beiden Landeskirchen ausgesprochen. Beste sagte: „Für mich gilt, daß wir um der Arbeit unserer Kirche willen, eine gemeinsame Kirche anstreben müssen. Wer dagegen ist, wird das spätestens in zehn Jahren bereuen. Es ist eine Bündelung der Kräfte und nicht eine Entmündigung der Gemeinden.“

 

Abromeit meinte ähnlich: „Das Schlimmste wäre, wenn eine kirchengeschichtliche Stunde kommt und wir blicken zurück und man sagt: wir haben eine Gelegenheit gehabt zusammenzukommen und wir haben sie nicht genützt. Lassen sie uns unsere Unzulänglichkeiten ertragen und alles dazu beitragen, damit eine gemeinsame Ev. Luth. Kirche in Mecklenburg-Vorpommern entstehen kann.

 

Zu Beginn der allgemeinen Aussprache über die Kirchenfusion blickte der pommersche Bischof in seinem Grußwort auf die „erheblichen Irritationen auf diesem Weg“ zurück und erklärte die Vorgänge um den Beschluß der pommerschen Synode zu Sondierungsgesprächen mit der Kirche Berlin-Brandenburg/Schlesische-Oberlausitz (EKBO). Auch er bedauerte das Scheitern der Diakoniefusion zum 1.1.2007 und sagte, „wir brauchen mutigere Schritte als die Formulierung des Rahmenvertrages.“

 

Der mecklenburgische Landesbischof Hermann Beste zeichnete die Geschichte der Fusionsgespräche nach und betonte die Irritation, daß am 12.1.2007 der Berliner Bischof Huber und Konsistorialpräsident Seelemann nach Greifswald kommen würden. Damit begännen Verhandlungen und nicht nur Sondierungsgespräche wertete Beste diesen Vorgang. Er wandte sich gegen Bestrebungen, den vorgeschlagenen Zeitplan zu verkürzen, „alle Eile geht völlig an der Wirklichkeit vorbei.“

 

Synodalpräses Hans-Joachim Seel richtete den Blick auf die mecklenburgische Seite und fragte nach dem eigenen Anteil an der schwierigen Situation: „Ob wir nicht statt eines langen Weges einen kurzen Weg gehen. Schnell zusammengehen und dann die Fragen klären.“ Und Seel fragte die Synode: „Wir sollten auch mal in uns selbst gehen. Ich habe das Gefühl, daß wir eine Grundhaltung haben, daß die Pommern schwierig sind. Wir müssen uns klarmachen, daß wir auch schwierig sind.“

 

Der Güstrower Landessuperintendent Fridolf Heydenreich bezog sich auf die Sondierungsgespräche und den Prüfauftrag der Pommerschen Synode: „Es ist eine Illusion, vergleichen zu können. Sie können einen Anschluß an EKBO oder ELLM vergleichen. Aber nicht das Ergebnis der echten Prüfung des Miteinanders mit Mecklenburg.

 

Lutz Decker (Ribnitz) war wie viele andere Diskutanten vom gemeinsamen Synodentag in Züssow erfreut und guter Dinge: „Da bin ich frohbeschwingt nach Hause gefahren. Umso entsetzter war ich durch den Prüfbeschluß. Was ist in Züssow eigentlich passiert? Waren die Gegner nicht da?“ Die Enttäuschung, nach diesem gemeinsamen Tag vom pommerschen Prüfungsbeschluß zu hören, drückten viele Synodale aus.

 

Evira Weber (Damm) berichtete als Kuratoriumsmitglied des gemeinsamen Evangelischen Frauenwerkes von ihren Erfahrungen: „Wir haben eine Fusion der Frauenwerke bewältigt. Am Mittwoch haben wir im Kuratorium getagt und gesagt: Wir sind für eine Fusion. Wir arbeiten und leben schon in diesen beiden Kirchen. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel, daß Hürden überwunden werden können.“

 

Landesbischof Beste sagte abschließend, daß man am Rahmenvertrag weiterverhandeln solle, um einen gemeinsamen Text zu erstellen, aber die Gespräche in den Arbeitsgruppen bis zu einer klaren Entscheidung der pommerschen Landessynode aussetzen solle.

 

Die Landessynode wird am Sonnabend darüber weiterverhandeln und über den Rahmenvertrag einen Beschluß fassen. (17.11.2006)

 


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