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Bischof Knuth für Fusion statt Beitritt von Mecklenburg und Pommern

 

Rendsburg/Schwerin/Greifswald (epd). Die nordelbische Kirche hat am Wochenende ein deutliches Zeichen für eine geplante Fusion mit den Landeskirchen von Mecklenburg und Pommern gesetzt. Einstimmig beschloss die evangelische Synode in Rendsburg einen Antrag, die laufenden Sondierungsgespräche der drei Kirchenleitungen zu unterstützen.

 

Das Kirchenparlament von Hamburg und Schleswig-Holstein hatte sich erstmals mit der geplanten Fusion beschäftigt. Die Synoden in Mecklenburg und Pommern hatten die unterdessen aufgenommenen Verhandlungen in einer paritätisch besetzten Steuerungsgruppe bereits im Frühjahr befürwortet. In der ersten Jahreshälfte 2008 werde entschieden, ob es zu einer Fusion komme oder nicht, sagte Synodenpräsident Hans-Peter Strenge. Bis 2012 werde die Fusion dann gegebenenfalls vollzogen.

 

Es werde keinen Anschluss oder Beitritt zur nordelbischen Kirche geben, betonte der Schleswiger Bischof Hans Christian Knuth. "Wir wollen hier zu etwas wirklich Neuem kommen." Sondierungsgespräche seien wie ein Zahnarztbesuch, wo mit einer Sonde nach Karies-Stellen gesucht werde, sagte der Kappelner Propst Gerhard Ulrich, Mitglied der Steuerungsgruppe. "Wir fühlen uns gegenseitig auf den Zahn - und das schmerzt manchmal." Es gebe bereits gute Erfahrung mit der gemeinsamen Ausbildung von Vikaren und Laienpredigern in Ratzeburg.

 

Von den Vertretern der Landeskirchen Mecklenburg und Pommern wurde das Ergebnis der Debatte begrüßt. Nach den Worten von Dorothea Strube, Vizepräsidentin der mecklenburgischen Synode, seien die drei Kirchen auf einem gemeinsamen Weg. Es gehe bei der Fusion nur noch um die Frage "wie und wann". Der Greifswalder Superintendent Ulrich Tetzlaff sagte, das deutliche Abstimmungsergebnis sei "Rückenwind aus Nordelbien" für die gemeinsame Arbeit. (1.10.2007)

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