Mecklenburgische Kirchenleitung hält an geplanter Fusion mit Pommern fest
Schwerin (epd). Die mecklenburgische Kirchenleitung hat zurückhaltend auf das Angebot der nordelbischen Kirche für eine so genannte Nordkirche reagiert. Entsprechend den bisherigen Synodenbeschlüssen hielten die Mecklenburger weiterhin an der geplanten Fusion mit der Pommerschen Evangelischen Kirche fest, sagte der amtierende Oberkirchenratspräsident Andreas Flade am Montag in Schwerin. Die mecklenburgische Kirche wolle eine "verlässliche Linie gehen" und nicht den Eindruck erwecken, völlig umzuschwenken.
Falls sich die Pommern auf ihrer Synode am Wochenende für Sondierungsgespräche für eine Nordkirche aussprechen sollten, seien die Mecklenburger dafür aber offen. Am Dienstag wird sich zunächst der Schweriner Bischof Hermann Beste gemeinsam mit seinem Greifswalder Amtskollegen Hans-Jürgen Abromeit in Kiel zu einem Gespräch beim Bischof von Nordelbien, Hans Christian Knuth, treffen. Knuth hatte vor zwei Wochen Mecklenburg und Pommern das Angebot einer gemeinsamen Nordkirche unterbreitet.
Laut Flade ist derzeit überhaupt nicht klar, wie eine gemeinsame Kirche in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern aussehen könnte. Da vieles noch geklärt werden müsse, werde es lange dauern, durch eine Fusion zu einer Nordkirche zu kommen, sagte der Theologe. Auch sei im Moment nicht erkennbar, dass Nordelbien für eine dann erforderliche gemeinsame Verfassung bereit sei.
Wichtig sei jetzt, dass die pommersche Kirche für verlässliche Mehrheiten zu ihrem künftigen Weg sorgt, sagte Flade weiter. Die pommersche Synode wird am Wochenende entscheiden, ob sie mit Mecklenburg fusionieren oder der Brandenburger Kirche beitreten oder auf eine Nordkirche zugehen will.
Wenn es in der pommerschen Synode für keine der Optionen die erforderlichen Mehrheiten geben sollte, würden die im Frühjahr 2006 beschlossen Prinzipien und Ziele weiter gelten, dass eine fusionierte evangelische Kirche in Mecklenburg-Vorpommern angestrebt wird, betonte Flade. Sollten sich die Pommern für Beitrittsgespräche mit Brandenburg aussprechen, werde die mecklenburgische Kirche aber die bereits fusionierten gemeinsamen Arbeitsbereiche wie etwa Kirchenzeitung, Evangelische Akademie und Frauenwerk nicht aufkündigen. (13.3.2007)
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