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Die Gewinner nach der Preisverleihung mit Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn. Foto: C. Rudolph
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Neubrandenburger Gemeinde erhält 1. kirchlichen Fundraisingpreis
Züssow (rn). Die Neubrandenburger Kirchgemeinde St. Johannis hat am Sonnabend in Züssow den mit 1.500 Euro dotierten 1. Preis im Fundraisingwettbewerb der evangelischen Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Der mecklenburgische Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn nahm die Preisverleihung anläßlich des 2. kirchlichen Fundraisingtages vor. Der zweite Preis ging an den Förderkreis der Schweriner Bernogemeinde und den dritten Preis erhielt der Förderverein zur Erhaltung der Kirche im pommerschen Bauer.
Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Johannis in Neubrandenburg wurde für das Projekt „5 Glocken für Neubrandenburg“ geehrt. Allein auf Spendenbasis ist es der Kirchgemeinde gelungen, einen Betrag von ca. 185.000 Euro innerhalb von zwei Jahren aufzubringen. Damit konnte ein neues, aus fünf Bronzeglocken bestehendes Geläut für die Gemeinde – und identitätsstiftend für die Stadt Neubrandenburg – im Turm der St. Marienkirche geschaffen werden. Die Jury lobte die kreativen und vielfältigen Methoden, mit denen Gebende in einem überwiegend säkularisierten Umfeld geworben werden konnten.
Den zweiten Preis erhielt der Förderkreis der Evangelisch-Lutherischen Bernogemeinde in Schwerin für ein Projekt, bei dem die Kirchgemeinde „sich in die zivile Gesellschaft hinaus bewegt und christliche Werte im unmittelbaren Wohnumfeld weitergibt.“ Menschen aus dem Umfeld der Gemeinde wird mit Nachbarschaftshilfe geholfen und dadurch zum Glauben eingeladen werden. Durch Zusammenarbeit mit der ARGE erhalten ehemals Arbeitslose eine sinnvolle Arbeit, kommen verstärkt in Kontakt mit der Gemeinde und leisten Hilfe, wo sie dringend gebraucht wird.
Mit dem dritten Preis wurde der Förderverein zur Erhaltung der Kirche St. Nikolai in Bauer ausgezeichnet. Der Förderverein „zeigt beispielhaft auf, welches Engagement gerade in dörflicher Struktur möglich und sinnvoll ist,“ so die Jury. Dem im Mai 2005 gegründeten Förderverein gehören zur Zeit rund 40 Mitglieder an. Damit ist jeder fünfte Bewohner von Bauer Mitglied im Förderverein. Neben den an vielen Orten verbreiteten Angeboten wie Offene Kirche, Kirchenführungen und Spendenaufrufen hat der Förderverein mit dem Projekt „Hörkirche“ auch neue Wege beschritten. Mit großem Interesse hätten regionale und überregionale Medien auf die Aktionen reagiert und bis jetzt seien rund 260.000 Euro verbaut worden, so die Jury.
Die Preisgelder wurden von der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Kiel (EDG) sowie von der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) in Kassel zur Verfügung gestellt. (14.3.2009)
Siehe auch: Bericht und Bilder und Texte im Download 
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