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Friedenslicht aus Bethlehem in Mecklenburg angekommen

An alle Menschen guten Willens

Friedenslicht von Bethlehem im Blick: Jonas, Emelie und Oliver (v.l.) vom Güstrower Stamm des VCP beim Aussendungsgottesdienst im Güstrower Dom 2014.
16.12.2018 ǀ Güstrow.  Am 3. Adventssonntag wird seit 25 Jahren ein Licht des Friedens weitergereicht „an alle Menschen mit gutem Willen“. Das Licht wird traditionell von einem Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und in viele Länder verteilt. Es soll an das Wesentliche in der Zeit der Ankunft erinnern: Jesus.

„Das Friedenslicht aus Bethlehem ist ein schönes Symbol“, findet Joachim Voss vom Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Mecklenburg. Am Sonntag, 16. Dezember, in einem Gottesdienst um 17 Uhr wird dieses Licht im Güstrower Dom weitergegeben von Pfadfindern des Vereins Christlicher Pfadfinder MV (VCP) an alle Menschen mit „gutem Willen“, wie es heißt.

Anfangs tat sich Joachim Voss mit dem Licht schwer, denn es stammt aus einem Gebiet, in dem es ständig „knallt und zischt“. „Aber es geht hier um Jesus. Wenn wir uns im Sinne Jesu begegnen, kann der Friede sichtbar werden“, ist er heute überzeugt. Und es entstehen Begegnungen, die nachwirken. So erzählte ihm seine frühere Kollegin Edeltraud Kohler, dass sie ein paar Tage nach dem Verteilen des Friedenslichtes einmal von einem anderen Auto quer durch die Stadt „verfolgt“ worden sei. Als sie hielt, stieg ein Mann aus dem Wagen und erzählte, dass er Arzt sei und gern das Friedenslicht für eine Patientin erhalten wolle – damit diese Frieden habe. „Das ist eine Geschichte, die zeigt, wie wichtig das Licht ist“, meint der Regionalreferent für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Kirchenregionen Güstrow und Mecklenburgische Schweiz.

Pfadfinder verteilen Friedenslicht in Mecklenburg

In Kontakt mit der Idee des Friedenslichts von Bethlehem kam er das erste Mal in den 90er-Jahren. Insgesamt seit 23 Jahren wird es in Mecklenburg von den Pfadfindern des VCP verteilt. Zunächst immer an unterschiedlichen Orten: mal in Schwerin, mal in Waren. Seit 2014 findet der zentrale Aussendungsgottesdienst in Mecklenburg im Güstrower Dom statt, da die Stadt zentral im Land liegt. Am Wochenende vom 15. Dezember fahrt dafür ein Pfadfinder nach Hamburg und holt es beim dortigen Aussendungsgottesdienst ab.

Zuvor hat das Licht schon eine lange Reise von Bethlehem Uber Osterreich in den Norden hinter sich gebracht. Entzündet wurde es am Mittwoch, 28. November, in der Geburtsgrotte Jesu, diesmal vom elfjährigen Niklas Lehner aus Vorchdorf in Oberosterreich. Seit 1986 wird diese Initiative vom Österreichischen Rundfunk (ORF) begangen. Die Idee: Ein Licht aus Bethlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Lander reisen und die Geburt Jesu verkünden.

Ökumenisch und offen für alle

Das Licht wird aus Bethlehem in einer explosionssicheren Lampe mit dem Flugzeug herausgeflogen, diesmal nach Linz. Von dort wird es zum dritten Adventswochenende in alle Orte Osterreichs und in die meisten europäischen Lander gesandt. Zuge mit dem Licht fahren Uber den ganzen Kontinent. Durch das Engagement christlicher Pfadfinder erreicht es auch die USA. Für Deutschland entdeckten Altpfadfinder 1994 diese Initiative. Hier wird das Licht in evangelischen und katholischen Gottesdiensten und Andachten weiter verteilt – ökumenisch und offen für alle – an alle Menschen „guten Willens“, wie es unter Pfadfindern heißt. In den Häusern dieser brennt es bis Weihnachten oder darüber hinaus.

Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes aus Bethlehem wird an die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden“ erinnert und an den Auftrag, den Frieden zu verwirklichen. So auch am 3. Adventssonntag in Güstrow, und das nicht nur für die zehn derzeitigen Pfadfinder im Güstrower Stamm, sondern in ganz Mecklenburg. Auch im pommerschen Kirchenkreis wird das Friedenslicht weitergegeben, zum Beispiel durch die katholischen Pfadfinder des DPSGStammes Boddenkieker. Sie holen es aus Berlin und verteilen es am Donnerstag, 20. Dezember, ab 17 Uhr in der Adventskapelle des Greifswalder Weihnachtsmarktes.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 50/2018

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