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Weltweit größtes lebendes Bauwerk

Freundeskreis verabschiedet sich vom Rostocker Weidendom

Der Weidendom
18.05.2019 ǀ Rostock.  Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Konzert wird am Wochenende in Rostock der offizielle kirchliche Abschied vom Weidendom auf dem Gelände der ehemaligen Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) begangen. Dabei handelt es sich zugleich um die Abschlussveranstaltung des Vereins "Freundeskreis Weidendom", wie der Verein auf seiner Internetseite mitteilt. Der Verein hatte bereits im vergangenen November beschlossen, sich nach 15 Jahren aufzulösen.

Zur Begründung hieß es damals, dass die Pflege des Pflanzwerkes die Vereinsmitglieder und die vielen ehrenamtlichen Helfer altersbedingt zunehmend überfordere. Mit der Betreibergesellschaft des IGA-Parks sei verabredet worden, dass sie den Weidendom in ihre Hoheit übernimmt, ihn pflegt und auch ein begrenztes Veranstaltungsprogramm anbietet. Bei Bedarf und in Absprache mit der Betreibergesellschaft könnten dort auch künftig kirchliche Veranstaltungen stattfinden.

Zum Abschied des Vereins von der grünen Kirche ist am Sonnabend (18. Mai, 15 Uhr) ein Konzert des Gospelchores der Rostocker Jugendkirche geplant. Am Sonntag (19. Mai, 15 Uhr) gibt es einen ökumenischen Gottesdienst mit Propst Wulf Schünemann und Pfarrer Dietmar Wellenbrock.

Der Weidendom wurde anlässlich der IGA 2003 von rund 650 freiwilligen Helfern aus 13 Nationen nach einem Entwurf des süddeutschen Architekten Marcel Kalberer erbaut. Mit einer Kuppelhöhe von 15 Metern und einer Länge von 52 Metern gilt er als das weltweit größte lebende Bauwerk.

Der Weidendom war in ökumenischer Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche eigentlich nur für die IGA 2003 in Rostock geplant gewesen. Im Herbst 2003 gründete sich aber dann der Verein "Freundeskreis Weidendom", der das Pflanzwerk danach mit einem kirchlichen Programm weiter betrieb. "Dass daraus 15 Jahre werden würden, hätte 2003 keiner gedacht."
Quelle: epd


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