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Frauenwerk der Nordkirche

Frauen der Nordkirche übergeben Care-Resolution an Bundesfamilienministerin

v.l.n.r.: Ulrike Koertge, Dr. Katarina Barley und Margit Baumgarten
07.09.2017 ǀ Kiel/Berlin.  Frauen der Nordkirche haben Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) am Donnerstag in Berlin eine Care-Resolution mit 1.000 Unterschriften überreicht. Die Resolution wurde 2015 von der Frauensynode der Nordkirche einstimmig beschlossen. Darin wird unter anderem eine geschlechtergerechte Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit gefordert. Resolution und Unterschriften wurden von Ulrike Koertge, Leiterin des Frauenwerkes der Nordkirche, und Margit Baumgarten von der Fachstelle Familien übergeben, teilte das Frauenwerk mit.

Die Frauensynode hatte auf einem Hamburger Fachkongress gefordert, dass die Pflege von Alten, Kranken und Kindern in der deutschen Gesellschaft mehr Anerkennung finden müsse. Die "Sorgearbeit" (Care) werde vor allem von Frauen geleistet. Daran habe auch die zunehmende Berufstätigkeit von Frauen nichts geändert. Nach einem Vorschlag der Frauensynode sollten Menschen, die Alte, Kranke oder Kinder privat versorgen, ebenso gut bezahlt und abgesichert werden wie professionelle Kräfte. Für die Finanzierung müssten Steuermittel bereitstehen.

Nach den Worten von Ministerin Barley ist es für einen Großteil der Kinder selbstverständlich, dass beide Eltern berufstätig sind. "Dass aber Mütter und Väter vollzeitnah arbeiten und ähnlich viel Zuwendungszeit für Kinder aufbringen, ist eher eine Seltenheit. Partnerschaftliche Vereinbarkeit braucht die Unterstützung einer fortschrittlichen Familienpolitik", betonte die SPD-Politikerin.
Quelle: epd