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Fotoausstellung in der Rostocker Petrikirche

Die vielen Gesichter Afghanistans

Bild aus der Ausstellung von Kanishka Afshari
30.04.2017 ǀ Rostock.  Terror, Krieg und Armut. Das sind die Seiten, die die meisten Menschen von Afghanistan kennen. Doch dass es auch einen anderen Alltag in dem Land gibt, zeigt Kanishka Afshari, der ab dem 1. Mai seine Fotografien in der Rostocker Petrikirche zeigt.

Der Fotograf und Grafikdesigner lebte bis 2012 in Kabul und arbeitete im Bereich Öffentlichkeitsarbeit unter anderem bei der britischen Botschaft. In dieser Zeit reiste Afshari auch in entlegene Gegenden Afghanistans. Hier entstanden eindrucksvolle Fotos von Menschen, vom Alltagsleben, von Landschaften, Festen und Monumenten. Gezeigt werden diese berührenden Einblicke vom 1. Mai bis zum 10. Juni täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr.

Mit seinen Fotos will Kanishka Afshari, der heute in Hamburg lebt und arbeitet, zeigen, dass Afghanistan auch andere Seiten hat als Terror, Krieg und Armut. Seine Bilder, nicht zuletzt Portraits und Alltagsszenen, sind sehr berührend – Schönheit und Verletzlichkeit werden darin sichtbar. „Sie können unsere Aufmerksamkeit in ganz besonderer Weise auf dieses Land und seine Menschen richten, die seit Jahrzehnten unter Krieg und Terror leiden“, sagt Dr. Sibylle Gundert-Hock. Die Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Mecklenburg hat gemeinsam mit der Innenstadtgemeinde die Ausstellung in die Hansestadt geholt und kennt die Situation: „Die Sicherheitslage hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Afghanistan ist kein sicheres Land“, so Dr. Sibylle Gundert-Hock und ergänzt: „Und doch werden Geflüchtete, deren Asylantrag abgelehnt wurde, dorthin zurück geschickt. Auch darauf möchte ich mit dieser Ausstellung aufmerksam machen.“

Kunstnacht und Infoabend

Begleitend zur Ausstellung wird am 26. Mai von 18 Uhr an zur Kunstnacht eingeladen. Gast in der Petrikirche ist Kanishka Afshari. Ein Informationsabend zu Afghanistan findet dann am 30. Mai um 19 Uhr im Zentrum Kirchlicher Dienste, Alter Markt 19, statt. Zu beiden Veranstaltungen und zum Besuch der neuen Ausstellung lädt die Flüchtlingsbeauftragte herzlich ein.
Quelle: ELKM (sgh)