Mecklenburger Landeskirche: "auf lange Sicht" offen für Fusion
Bericht aus der Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs
Auf ihrer Sitzung am 3. Mai 2003 in Schwerin ließt sich die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs über Überlegungen in der Pommerschen Evangelischen Kirche auf der Grundlage eines Gutachtens zur Verwaltungs- und Leitungsstruktur dieser Kirche unterrichten. Wie mitgeteilt wurde, gehört zu den Empfehlungen des Gutachtens, mittelfristig eine gemeinsame Kirchenstruktur mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs anzustreben. Die mecklenburgische Kirchenleitung sieht weiteren Gesprächen zu diesen Fragen mit großer Offenheit entgegen. Sie hat den Wunsch, hier bald zu konkreten Gesprächen auf Leitungsebene zu kommen.
Bereits im März war zwischen den Kirchenleitungen Pommerns, Nordelbiens und Mecklenburgs ein gemeinsamer Kooperationsausschuss auf Kirchenleitungsebene verabredet worden. Die Kirchenleitung stimmte einem Vorschlag zur Geschäftsordnung dieses Kooperationsausschusses zu. Dem Kooperationsausschuss gehören für die mecklenburgische Landeskirche an:
Landesbischof Beste (Vertreter: OKR Flade)
OKR Dr. Danielowski (Vertreter: OKR Rausch)
Präses Möhring (Vertreter: Mitglied der Kirchenleitung Jarchow)
Landessuperintendent Roettig (Vertreter: Landessuperintendent Heydenreich)
Die Kirchenleitung nahm zustimmend zur Kenntnis, dass vom gemeinsamen Ausschuss für Programme und Projekte der nordelbischen, der pommerschen und der mecklenburgischen Kirche Projekte nach einem gemeinsamen Konzept in allen drei Kirchen umgesetzt werden. Konkret handelt es sich um die Projekte „Gottesdienst selber gestalten“, „Spiritualität im Alltag“ und „Mentoring auf Gemeindeebene“.
Zu den Inhalten der Projekte:
„Gottesdienst selber gestalten“ ist ein Projekt zum bewussten Lernen einer Gemeindegruppe im Umgang mit dem Gottesdienst. Das Projekt will dazu führen, den Gottesdienst in seinen Teilen und als Gesamtheit intensiver zu erleben und mitzugestalten. Hierzu kommt eine Gemeindegruppe auf Zeit zusammen.
„Spiritualität im Alltag“ soll dazu führen, den eigenen Glauben zu vertiefen, zu stärken und im Alltag zu leben.
„Mentoring auf Gemeindeebene“ soll helfen, sich in bestimmte Aufgaben durch die Begleitung erfahrener Personen (Mentoren) hineinzufinden. „Mentoring“ empfiehlt sich vor allem für die Anfangsphase in einem neuen Dienst und kann besonders für die Arbeit mit Ehrenamtlichen empfohlen werden.
Die Kirchenleitung bestätigte als neue Datenschutzbeauftragte für das Diakonische Werk der Landeskirche für den Zeitraum von vier Jahren Frau Maja Lauff aus Schwerin.

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