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Mecklenburg hält am Ziel der Diakoniefusion fest

 

- Flade: Keine Auswirkungen auf Gespräche zwischen Landeskirchen -

 

Schwerin (epd). Die evangelische Kirche Mecklenburgs und ihr Wohlfahrtsverband haben das vorläufige Scheitern der Fusion zwischen den Diakonischen Werken von Mecklenburg und Vorpommern bedauert. Mecklenburg halte aber dennoch am grundsätzlichen Ziel eines gemeinsamen Werkes im Land fest, sagte Diakoniepastor Hartwig Daewel am Donnerstag dem epd in Schwerin. Er sehe momentan keine negativen Auswirkungen auf die Gespräche über einen Zusammenschluss beider Landeskirchen, erklärte Oberkirchenrat Andreas Flade.

 

Bei einer Probeabstimmung in der Mitgliederversammlung der pommerschen Diakonie war am Dienstagabend die für eine Fusion notwendige Drei-Viertel-Mehrheit nicht erreicht worden. Daewel bezweifelte, dass die angegebenen Einwände Grund für das Scheitern waren. Eine Bestandsgarantie für die Greifswalder Geschäftsstelle sowie eine Regelung für die zukünftige Vertretung Pommerns im Vorstand des neuen Werkes sei von mecklenburgischer Seite bereits in Aussicht gestellt worden. Die mecklenburgische Diakonie hatte dem Verschmelzungsvertrag in der vergangenen Woche zugestimmt.

 

Mit Blick auf die gemeinsame Kirche sagte Flade, die Diakonie sei nur eines von zahlreichen Gebieten, die künftig zusammen getragen werden sollten. Daher sollten die Verhandlungen der Arbeitsgruppe zur Bildung einer gemeinsamen Kirche zielstrebig fortgeführt werden.

 

Flade widersprach damit indirekt dem Beauftragten der evangelischen Kirchen bei der Landesregierung, Martin Scriba. Dieser hatte die Entscheidung der pommerschen Diakonie als Rückschlag für die Verhandlungen bezeichnet. Offensichtlich sei bei den Gesprächen unterschätzt worden, dass die Eigenständigkeit für Kirche und Diakonie in Pommern ein hohes Gut ist, so Scriba. Es müsse bei der Vereinigung von großen und kleinen Partnern nach Lösungen gesucht werden, bei der sich niemand übervorteilt fühle.

 

Laut Diakoniepastor Hartwig Daewel soll nun abgewartet werden, wie Verwaltungsrat, Vorstand und Mitglieder der pommerschen Diakonie sich zum Fortgang des Fusionsprozesses entscheiden. Der geplante Zeitpunkt eines Zusammenschlusses zum Januar 2005 werde sich aber wohl kaum noch halten lassen, da nach Klärung der Unstimmigkeiten in beiden Landesteilen neue Mitgliederversammlungen organisiert werden müssten. (11.11.2004)


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