Stellungnahme der EJP zu „PEGIDA“ Evangelische Jugend Pommern: „Fremdenphobie ist alles andere als christlich“

Tagung der Jugendvertretung des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises in Greifswald

Foto: EJP

23.12.2014 · Greifswald. Die Evangelische Jugend Pommern reagiert auf das Bekanntwerden einer Demonstration der Bürgerinitiative "ROGIDA" (Rostocker gegen Islamisierung des Abendlandes) als Teil der „PEGIDA“ (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) am 12. Januar 2015 in Rostock mit folgender Stellungnahme:

Seit Oktober 2014 demonstrieren Bürgerinnen und Bürger gegen eine vermeintlich drohende "Islamisierung des Abendlandes".  Dabei versuchen sie auf die Missstände in der deutschen und europäischen Asyl- und Einwanderungspolitik aufmerksam zu machen. Der inzwischen eingetragene Verein PEGIDA fordert die "Bewahrung und [den] Schutz unserer deutschen Identität".

Durch ihre Hetze und offene Diskriminierung von Muslimen zeigt die PEGIDA ihre "rassistische, islamophobe, fremdenfeindliche [und] völkisch-nationalistische Ideologie".

Als Jugendvertretung des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises sprechen wir uns gegen jede pauschale Verurteilung von Religionen, Flüchtlingen und Asylsuchenden aus. Die PEGIDA verbreitet unter dem Deckmantel einer "christlichen Abendlandkultur" Hass und schürt Ängste unter den Menschen. Diese Fremdenphobie ist alles andere als christlich.

Als Christinnen und Christen treten wir für Schutz und Bewahrung von Gottes Schöpfung ein. Wir machen uns Sorgen um Flüchtlinge und Asylsuchende, die zuhauf vor den Toren Europas abgewiesen werden und bei Fluchtversuchen ihr Leben lassen.

Mit dieser Stellungnahme wollen wir nicht nur die offene Diskriminierung und Verleumdung von Minderheiten durch Bürgerinnen und Bürger aus der Mitte unserer Gesellschaft anmahnen, sondern auch die Achtung der Würde des Menschen, die allen von Gott geschenkt ist.

Quelle: EJP



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