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Kurzportrait

Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs

Schwerin (epd). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs ist zahlenmäßig etwa doppelt so groß wie ihre pommersche Nachbarkirche. Der Landeskirche gehörten Ende 2010 noch knapp 193.000 Christen an Ihr Gebiet erstreckt sich über rund 15.500 Quadratkilometer vom Ostseebad Graal-Müritz im Norden bis zum brandenburgischen Fürstenberg im Süden sowie von Boizenburg im Westen bis Friedland im Osten.

Als Landesbischof wirkt seit August 2007 der 1961 geborene Andreas von Maltzahn mit Amtssitz in Schwerin. Die mecklenburgische Synode, das Kirchenparlament, hat 57 Mitglieder. Im Bereich der Landeskirche gibt es 580 Dorf- und 84 Stadtkirchen.

Gegliedert ist die Mecklenburger Landeskirche derzeit in fünf Kirchenkreise, aus denen in der Nordkirche vier Propsteien werden sollen. Die gesamte Landeskirche wird in der Nordkirche zu einem von dann 13 Kirchenkreisen umgewandelt. Vorgesehen ist, dass der Landesbischof der geplanten Nordkirche in Schwerin seinen Amtssitz haben soll. Zudem soll es in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern eine Außenstelle der Kirchenamtes der Nordkirche geben.

Mitte des zwölften Jahrhunderts begann die Christianisierung Mecklenburgs. Erster Bischof von Schwerin wurde 1166 der katholische Zisterziensermönch Berno. 1171 wurde der erste Schweriner Dom geweiht. 1549 beschloss der damalige Landtag die Einführung der Reformation für ganz Mecklenburg, wodurch die evangelische Landeskirche entstand. Drei Jahre später wurde die lutherische Kirchenordnung eingeführt.

Nach der Trennung von Staat und Kirche durch die Weimarer Reichsverfassung gaben sich 1920 Mecklenburg-Strelitz und 1921 Mecklenburg-Schwerin eine eigene Kirchenverfassung. Dadurch entstanden zwei eigene mecklenburgische Landeskirchen, die sich zum Jahresbeginn 1934 auf Druck der Nationalsozialisten vereinigten. Vorausgegangen war dem der Zusammenschluss der Länder Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin im Herbst 1933.

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