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Katholische Schulen in Schwerin, Rostock, Ludwiglust und Lübeck

Erzbistum Hamburg will Zuweisung an Bernostiftung einstellen

19.12.2017 ǀ Schwerin.  Das Erzbistum Hamburg will seine jährlichen Zuweisungen an die Bernostiftung als Träger von vier katholischen Schulen in Schwerin, Rostock, Ludwiglust und Lübeck sofort einstellen. Darüber habe Generalvikar Ansgar Thim vor kurzem die Bernostiftung informiert, teilte diese am Dienstag in Schwerin mit. Bei den Zuweisungen handele es sich um einen höheren sechsstelligen Betrag, sagte Stiftungsratsvorsitzender Hubert Maus auf Nachfrage. Zudem habe das Erzbistum als Stiftungsaufsicht die Lösungsvorschläge der Bernostiftung für die Schulbaumaßnahmen in Ludwigslust und Lübeck abgelehnt.

Dennoch habe die Stiftung die Schulen in Ludwigslust und Lübeck noch nicht aufgegeben, sagte Hubert Maus. Sie kämpfe weiter dafür, "die Entscheidung umzudrehen", das Erzbistum zu überzeugen und eine Lösung zu finden. Geplant sei, durch eine Unternehmensberatung die vier Schulen der Bernostiftung analog zu den katholischen Hamburger Schulen untersuchen zu lassen. Damit solle eine Vergleichbarkeit zu den katholischen Hamburger Schulen hergestellt und eine Entscheidungsgrundlage zur Zukunft der jeweiligen Schule geschaffen werden. Der Stiftungsrat und die Schulleitungen wollen Anfang 2018 über das weitere Vorgehen zum Erhalt aller vier Schulen beraten.

Bereits im vergangenen Juli war bekannt geworden, dass das Erzbistum Hamburg für die geplanten Neubauten der katholischen Schulen in Ludwigslust und Lübeck kein Geld bereitstellen wird. Das Erzbistum hatte seine Entscheidung mit der schlechten wirtschaftlichen Lage des Erzbistums begründet, die "einschneidende Veränderungen und Entscheidungen" erfordere. Zuvor hatte der Niels-Stensen-Schulverein (Schwerin) das Erzbistum um finanzielle Hilfen für die drei katholischen Schulen in Mecklenburg gebeten.

Auch die Gremien des Erzbistums hatten sich dagegen ausgesprochen, die Baukosten für die Schulen in Ludwigslust und Lübeck zu übernehmen oder zu bezuschussen. Benötigt werden etwa 20 Millionen Euro. Das Erzbistum Hamburg muss in den kommenden Jahren deutliche Einsparungen vornehmen. Grund sind unter anderem weniger Kirchenmitglieder und hohe Pensionsverpflichtungen für die katholischen Schulen.
Quelle: epd