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Gründung im Ratzeburger Dom

Start der Ökumenischen Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit

 

Ratzeburg (pk). Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am 23. April 2006 im Ratzeburger Dom die „Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit“ nun auch feierlich und öffentlich auf den Weg gebracht.

 

Gegründet wurde die Umweltstiftung bereits November 2005 von den drei evangelischen Landeskirchen und dem römisch-katholischen Erzbistum Hamburg auf dem Gebiet der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein.

 

Im Verlaufe des Gottesdienstes wurde der Ratzeburger Pastor Dr. Arnd Heling (47) in sein Amt als Geschäftsführer der Stiftung eingeführt. „Mit dieser Stiftung wollen wir zwischen Kirche und Gesellschaft vermitteln und in beide Richtungen Impulse geben“, erklärte Heling ein Ziel der Stiftung.

 

Die Bischöfin des Sprengels Holstein-Lübeck, Bärbel Wartenberg-Potter, die auch Vorsitzende des Stiftungs-Kuratoriums ist, hob die Notwendigkeit einer solchen Stiftung hervor. „Katastrophenmeldungen wie von Elbe und Donau genügen nicht mehr, um bei den Menschen ein Umdenken im Verhalten zur Mitwelt zu bewirken“, sagte Wartenberg-Potter. „Die christlichen Kirchen wollen mit der Stiftung das Wissen fördern: Bischöfin Wartenberg-Potter verwies auch auf globale Zusammenhänge: „Wenn uns das Leben nicht mehr heilig ist und Ehrfurcht einflößt, dann haben wir den Wettlauf um die globale Zukunft verloren. Das sagt schon der erste Glaubensartikel: ‚Ich glaube an Gott, den Schöpfer‘.“

 

Auch der römisch-katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke erinnerte an die besondere Verantwortung der Christen für die Umwelt. „Gott hat uns die Verantwortung für seine Schöpfung, ihre Erhaltung und Bewahrung aufgegeben. Die Kirchengemeinde müssen Orte für ein waches Umweltbewusstsein werden. Ich wünsche mir besonders, dass die Jugendlichen mit ganz konkreten Schritten und Projekten lernen, christliche Verantwortung für unsere Schöpfung zu übernehmen.“

Neben Bischöfin Wartenberg-Potter und Weihbischof Jaschke wirkten Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) und Landesbischof Hermann Beste (Schwerin) an dem Gründungsgottesdienst mit.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachte Prälat Dr. Stephan Reimers, der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) bei der Bundesregierung, die Grüße der EKD und betonte die Bedeutung dieser Stiftung. „Umweltschutz will den großen Reichtum der Schöpfung bewahren, von dem jeder Mensch lebt. Dieses Bewusstsein will die neue Stiftung stärken“, sagte Reimers.

 

Die „Ökumenische Stiftung für Schöpfungsbewahrung und Nachhaltigkeit“ ist die erste Stiftungsgründung dieser Art in Deutschland, vermutlich auch in Europa. Neben dem Schutz der Ostsee gehören der interkulturelle und ökumenische Austausch im Ostseeraum zu den vorrangigen Zielen der Stiftung. „Brot + Fisch. Leben für die Ostsee“ heißt ein bereits erfolgreich angelaufenes Ostsee weites Kommunikationsprojekt, das nun in die Trägerschaft der Stiftung übergegangen ist.

 

Geschäftsführer Arnd Heling war zuvor Oberkirchenrat für Publizistik und Grundsatzfragen im Nordelbischen Kirchenamt. Von 2003-2005 war er am Umweltministerium in Kiel tätig.

 

Vorsitzender der Stiftung ist der Rostocker Professor für Landschaftsplanung, Dr. Wolfgang Riedel, der von 1985-1995 schleswig-holsteinischer Naturschutzbeauftragter war.

 

Kontakt:

Domhof 34, 23909 Ratzeburg, Tel.: (0 45 41) 80 58 77

E-Mail: stiftung@schoepfungsbewahrung.org.

 

Originaltexte:

Satzung der Umweltstiftung (Download, 150 KB)

Schwerpunkte und Aufgabenprofil (Download, 120 KB)

 

 


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