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Erklärung der mecklenburgischen Kirchenkreissynode:

Christus spricht: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen."

Die Kirchenkreissynode verurteilt die geplante NPD-Demonstration am 9. November in Friedland und dankt der Stadt für die Aufnahme von neuen Asylbewerbern.
08.11.2013 ǀ Plau am See.  Die Synodalen des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg danken der Stadt Friedland von Herzen für die Aufnahme von neuen Asylbewerbern. Sie unterstützen die Bürgerinnen und Bürger Friedlands sowie das Bündnis Friedland – friedliches Land. Mit allen Teilnehmern des Friedensfestes am Sonnabend (9. November 2013) in Friedland tritt die Kirchenkreissynode dafür ein, die Demokratie in unserem Land zu stärken und mit friedlichen und demokratischen Mitteln für die Lösung gesellschaftlicher Probleme, besonders für die Integration von Ausländern, in unserer Mitte Sorge zu tragen.

Die Kirchenkreissynode unterstreicht mit Nachdruck die in der Bibel gründende Gastfreundschaft und Aufnahmebereitschaft für Menschen, die eine neue Heimat suchen. Besonders Menschen, die aus politischen, wirtschaftlichen, religiösen oder ökologischen Gründen auf der Flucht sind, brauchen unsere ganze menschliche Zuwendung. Zugleich erkennt die Synode, dass nur eine langfristige Beseitigung der Fluchtursachen einen dauerhaften Frieden sowohl in den Herkunftsländern als auch in unserem Land ermöglichen kann.

Die Synode verurteilt die NPD mit ihrer Demonstration an diesem Tage, an dem vor 75 Jahren, am 9. November 1938, durch Nationalsozialisten in Deutschland Synagogen in Brand gesteckt und Menschen jüdischen Glauben ermordet wurden. Sie ruft alle Menschen dazu auf, sich nicht von diesen Formen der Menschenfeindlichkeit verführen zu lassen, welche auf dem Grundrecht der Meinungsfreiheit Hass und Angst verbreiten und die Freiheit der Meinung beseitigen wollen.

Eine demokratische Gesellschaft ist die Bedingung für ein friedliches und achtsames Zusammenleben aller Menschen miteinander.
Quelle: ELKM