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Jugendarbeiter für 8. Mai als gesetzlichen Feiertag

Erinnerung an den Tag der Befreiung wach halten

06.05.2020 ǀ Greifswald.  Die Offene Jugendarbeit der drei Greifswalder Altstadtgemeinden St. Jacobi, St. Marien und St. Nikolai ruft zur Beteiligung an einer Initiative auf, die den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ zu einem Gedenktag in Form eines gesetzlichen Feiertags machen möchte.

„Der 8. Mai steht für das Ende des Zweiten Weltkriegs und für die Befreiung Deutschlands vom Joch des Nationalsozialismus. Die nationalsozialistischen Verbrechen dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, so die beiden Mitarbeiterinnen der Offenen Jugendarbeit, Irina Siebenberg und Kassandra Engel. Ein Feiertag würde dazu beitragen, die Erinnerung lebendig zu halten, äußern sich die Sozialarbeiterin und die Sozialpädagogin überzeugt. „Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit werden zunehmend Teil der öffentlichen und politischen Sprache und schüren ein politisches Klima, das die Grundlage für menschenfeindliches Handeln bietet. Rechtsradikale Attentate zeigen die aktuelle Gefahr menschenverachtender Ideologien in unserer Gesellschaft. Nötig ist eine fortwährende Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und der deutschen Geschichte. Ebenso wichtig ist es, täglich einzustehen für Menschenrechte und die solidarische Gesellschaft, in der wir leben möchten.“
 
Einsatz für eine solidarische Gesellschaft
 
Irina Siebenberg und Kassandra Engel empfehlen die Internetseite www.tagderbefreiung.info, die über die Geschehnisse zum Kriegsende und die Gefahren rechter Ideologien informiert. Die Seite enthält Angebote, Inhalte und Aktionen rund um den Tag der Befreiung für alle Altersklassen. Initiativen aus Greifswald, Demmin und anderen Orten in M-V beteiligten sich am Aufbau der Seite. „Mit dieser Internetseite schaffen wir einen digitalen Raum für die Auseinandersetzung mit den Verbrechen und mit dem menschenverachtenden Gedankengut des Nationalsozialismus und setzen uns ein für eine solidarische Gesellschaft, in der Menschenrechte für alle umgesetzt werden“, sagt Laura Freitag von der Partnerschaft für Demokratie Greifswald, von der die Seite in Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit der Altstadtgemeinden, mit dem Bürgerhafen Greifswald und weiteren Initiativen betrieben wird. Und Gundula Meyer vom Aktionsbündnis 8. Mai Demmin ergänzt: „Wir unterstützen mit der Internetseite die Petitionen, den 8. Mai als Feiertag einzuführen.“ Auf den Internetplattformen www.campact.de oder www.change.org können die Petitionen für den 8. Mai als gesetzlichen Feiertag unterzeichnet werden. 
Quelle: PEK (sk)

Weitere Informationen
 
Offene Jugendarbeit der Evangelischen Altstadtgemeinden Greifswald St. Jacobi, St. Marien und St. Nikolai
Projektmitarbeiterinnen Irina Siebenberg und Kassandra Engel, Tel.: 03834 8832316, E-Mail: zusammenpek.de

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