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Erhalt der Kirchen nur bei gemeinsamem Engagement von Christen und Nicht-Christen möglich

27. evangelischer Kirchbautag ging am Sonnabend in Rostock zu Ende

26.06.2011 | Rostock (db). Der Erhalt der 580 Mecklenburger Dorf- und 84 Stadtkirchen war und ist nur möglich, weil Christen und Nicht-Christen, weil große Teile der Gesellschaft sich dieser Aufgabe gestellt haben und es immer noch tun. Dies ist ein wesentliches Fazit des am Sonnabend in Rostock zu Ende gegangenen 27. evangelischen Kirchbautags, auf dem mehr als 450 Teilnehmer aus ganz Deutschland u. a. über Möglichkeiten diskutiert haben, Kirchgebäude trotz abnehmender Bevölkerungszahlen zu erhalten. Neben Architekten, Stadtplanern, Künstlern, Theologen und Gemeindevertretern hatten u. a. auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Bildungsminister Henry Tesch und der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling an der Konferenz teilgenommen.

Die Situation, in der sich Mecklenburg mit seiner stark gesunkenen Bevölkerungszahl und deren Auswirkungen v. a. in den Dörfern befindet, ist exemplarisch für die zu erwartende Situation in vielen Regionen Deutschlands. Dies spiegelte sich auch in dem starken Interesse gerade süd- und südwestdeutscher Teilnehmer am Kirchbautag wider. Sie informierten sich darüber, wie zahlreiche kleine Kirchgemeinden trotz sehr geringer finanzieller Mittel ihre Kirche erhalten und in vielen Fällen auch sanieren konnten. Bürgerliches Engagement sowohl von Christen als auch von Nicht-Christen ist dafür unabdingbar, das machten vor allem die Vertreter mecklenburgischer Kirchenfördervereine deutlich.
„Wir haben drei Tage lang mit Bewunderung und auch dankbar dieses große Engagement in Mecklenburg erlebt“, fasst Hauptpastor i. R. Helge Adolphsen (Hamburg) seinen Eindruck vom Kirchbautag in Rostock zusammen. „Die Gesellschaft tut gut daran, ihre Kirchen zu erhalten. Wo Kirchen verfallen, erodieren auch Dörfer, und mit den Dörfern geht die regionale Identität für alle Menschen verloren“, gab er zu bedenken.