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Pommerschen Kirchenkreissynode tagt

Einstieg in das Thema "Zukunft der Ortsgemeinden“

Gastredner Prof. Dr. Gerhard Henkel sprach vor der Synode unter dem Titel „Rettet das Dorf! Was für Bürger, Kommune, Staat und Kirche jetzt zu tun ist“
29.03.2019 ǀ Züssow.  Mit einem Gottesdienst in der Züssower Kirche begann am heutigen frühen Abend die zweitägige Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) in Züssow. Zentrales Thema der Synode ist die Zukunft der Ortsgemeinden. Zum Einstieg in das Thema hielt Gastredner Prof. Dr. Gerhard Henkel unter dem Titel „Rettet das Dorf! Was für Bürger, Kommune, Staat und Kirche jetzt zu tun ist“ einen Vortrag.

Gerhard Henkel befasst sich als Humangeograph seit Jahrzehnten mit der historischen und aktuellen Entwicklung des ländlichen Raums. Die größte Herausforderung des ländlichen Raums sei der demografische Wandel, sagte Gerhard Henkel vor der Synode. Um einem daraus entstehenden Gefühl der Perspektivlosigkeit zu begegnen, müsse sich jedes Dorf, jede Gemeinde im ländlichen Raum mit dem Gemeinwohl befassen und selbst aktiv werden, so Gerhard Henkel.
 
Mitverantwortung als Leitmotiv
 
„Bürger und Kommune müssen Hand in Hand tätig werden.“ Als Aspekte dieses Handelns nannte er die Revitalisierung von Ortskernen, die Stärkung bestehender Vereine, den Zusammenschluss von Interessengemeinschaften und die Gründung von Bürger- und Fördervereinen. Als ein seiner Ansicht nach zukunftsfähiges Modell stellte Gerhard Henkel der Synode das Leitbild einer Bürgerkommune vor, die „den Bürger als Partner betrachtet“ und ihn im Sinne einer aktiven Bürgergesellschaft in sämtliche Prozesse einbindet. Diese Form der Mitgestaltung und Mitverantwortung könne auch für Kirchengemeinden Orientierung bieten, meinte der Professor. Dafür müsse vor allem die Basis gestärkt werden, sagte Gerhard Henkel. Unter diesen Voraussetzungen sei er überzeugt davon, dass Dörfer und ländlicher Raum zukunftsfähig sind und vielfältige Entwicklungschancen bieten.  
 
Facetten aus dem Leben der Kirchengemeinden
 
Im Anschluss an den Vortrag wurden den Synodalen in mehreren Redebeiträgen Facetten aus dem Leben der pommerschen Kirchengemeinden vorgestellt und damit Impulse gegeben für die morgen stattfindenden Workshops. Schlaglichter fielen dabei unter anderem auf das Nachbarschaftszentrum Grünhufe in Stralsund, auf die Evangelische Salveytal-Grundschule in Tantow bei Gartz (Oder), auf die Arbeit mit Frauen, auf den Weltgebetstag, auf das Bibelzentrum Barth sowie die Bedeutung gefühlsbetonter Elemente für gottesdienstliche Formate. Der erste Tagungstag endete gegen 22 Uhr mit dem Abendsegen. Die Tagung wird am morgigen Sonnabend, 30. März, fortgesetzt.
Quelle: PEK (sk/dav)


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