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Mecklenburger Synode beriet Haushalt- und Strukturfragen

 

Plau am See (epd). Die Mecklenburger evangelische Synode hat sich am Freitag auf ihrer Herbsttagung in Plau am See mit Haushalt- und Strukturfragen beschäftigt. Sie befasste sich in erster Lesung mit dem landeskirchlichen Haushalt für 2005 sowie mit den rechtlichen Voraussetzungen für die Fusion der Diakonischen Werke Mecklenburgs und Vorpommerns. Zudem beschloss sie, angesichts knapper Kassen in den kommenden drei Jahren insgesamt 634.500 Euro einzusparen.

 

Dafür sollen knapp 13 der derzeit etwa 260 vollen Stellen in Verwaltung und übergemeindlichem Verkündigungsdienst wegfallen. Ebenso würden die Zuschüsse für die Evangelische Fachhochschule Berlin, den Evangelischen Presseverband für Mecklenburg-Vorpommern, die Landeskirchliche Gemeinschaft sowie das Evangelische Frauenwerk Mecklenburg-Vorpommern gekürzt.

 

Der landeskirchliche Etat 2005 ist mit einem Umfang von 46,3 Millionen Euro fast genau so hoch wie der diesjährige. Es werde damit gerechnet, dass die Kirchensteuereinnahmen um 5,5 Prozent auf 14,4 Millionen Euro sinken, sagte Kirchenrat Olaf Johannes Mirgeler. Der Finanzausgleich der Evangelischen Kirche in Deutschland werde hingegen um rund 500.000 Euro auf rund zwölf Millionen Euro steigen. Etwa sechs Millionen Euro sind als Einnahme aus Staats- und Patronatsleistungen veranschlagt. Zur Deckung des Haushaltes müssen Mirgeler zufolge rund 200.000 Euro aus den Rücklagen entnommen werden.

 

Zudem sieht der Etatentwurf vor, die Bezüge der etwa 260 Pastoren und Kirchenbeamten von derzeit 82 auf 84 Prozent des Westniveaus zu erhöhen. Die Angestelltengehälter sollen weiterhin bei 92,5 Prozent des Westniveaus liegen.

 

Die mecklenburgische Landeskirche hat derzeit rund 216.000 Mitglieder in 311 Gemeinden. Oberkirchenrat Andreas Flade zufolge wurden die Mitarbeiterstellen in den Kirchgemeinden und im Verwaltungsbereich zusammen genommen zwischen 1992 und 2004 bereits um rund 342 auf derzeit rund 434 Stellen reduziert. Im allgemeinkirchlichen Verkündigungsbereich seien zudem zwischen 1998 und 2004 bereits rund 15 Stellen abgebaut worden.

 

Am Sonnabend wird sich das Kirchenparlament zum Abschluss seiner Tagung unter anderem mit dem Bericht des Landesbischofs sowie mit den Plänen für einen Zusammenschluss mit der pommerschen Kirche bis Juli 2008 beschäftigen. (30.10.2004)


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