„Ein großer Bischof“ – Haustafel für Friedrich-Wilhelm Krummacher in Greifswald enthüllt

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Viele von Krummacher Ordinierte waren anwesend. Fotos: Neumann
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Präses Dr. Rainer Dally und Bischof Dr. Abromeit bei der Begrüßung
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Bischof Dr. Abromeit enthüllt die Tafel
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Dr. Wolfgang Nixdorf bei seinem Vortrag
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Viel Applaus nach dem Vortrag von Dr. Nixdorf
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Greifswald (rn). „Er war ein großer Bischof im tiefsten Sinne des Wortes. Für unsere pommersche Kirche, für die Kirchen in der damaligen DDR aber auch für die Ökumene. Wer ihn kennenlernen durfte, kann ihn nicht vergessen,“ sagte OKR i.R. Dr. Wolfgang Nixdorf bei der Einweihung der Haustafel für den früheren pommerschen Bischof D. Dr. Friedrich-Wilhelm Krummacher am Mittwoch (3.8.2011) im Bischofshaus in der Greifswalder Rudolf-Petershagen-Allee 3.
Mit der Haustafel für Bischof Krummacher ehrte die Pommersche Evangelische Kirche ihren zweiten Bischof nachdem auch für Bischof Karl von Scheven vor zwei Jahren eine Haustafel an seinem Wohnsitz, der Greifswalder Superintendentur in der Domstraße 13, eine der traditionellen Greifswalder Haustafeln angebracht worden war.
Krummacher wirkte stark durch seine Predigten, Ansprachen und Bischofsberichte. So warnte er die Landessynode vor Resignation, so Dr. Nixdorf. „Die Volkskirche sei im Wandel begriffen und die Kirche brauche Mut, neue Wege zu beschreiten. Die Kirche ginge einer Gestalt entgegen, die der Diaspora- oder Missionssituation entspreche, sagte Krummacher in prophetischer Sicht.
In einer Flugblattkampagne der DDR wurde Krummacher scharf angegriffen und wegen seiner Verbindungen zur gesamtdeutschen EKD-Synode als „NATO-Bischof“ angegriffen und diskreditiert sowie mit persönlichen Vorwürfen beleidigt. Später wurde sogar in Tageszeitungen nach einer Kampagne seine Absetzung gefordert.
Friedrich-Wilhelm Krummacher wurde am 3. August 1901 in Berlin geboren. Er studierte Theologie in Berlin, Tübingen und Greifswald und schloß sein Studium 1927 mit einer kirchenhistorischen Dissertation über die Niederrheinische Erweckungsbewegung ab. Krummacher war dann u.a. Hilfsprediger in Berlin-Wannsee, Provinzialvikar in der Kurmark und Pfarrer in Essen-Werden. 1943 geriet er als Divisionspfarrer in Kriegsgefangenschaft, schloß sich in der Sowjetunion dem Nationalkomitee Freies Deutschland an und wurde noch 1945 entlassen. Dann wurde er Pfarrer in Berlin-Weißensee, Superintendent des Kirchenkreises Berlin-Land und 1946 Generalsuperintendent unter Bischof Otto Dibelius.
Am 10. Februar 1955 wählte die Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche Krummacher zu ihrem Bischof. Dies blieb er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1972. Er zog mit seiner Ehefrau Helga Krummacher - einer Frau, die die Nöte ihrer Zeit gesehen hat und ihnen mit Einfallsreichtum, Energie und Engagement begegnet ist und das Seminar für Kirchlichen Dienst begründete - nach Altefähr/Rügen und starb in Berlin am 19. Juni 1974.
Würdigung von Dr. Wolfgang Nixdorf: hier (66 KB)
Ansprache von Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit: hier (137)
(04.08.2011) 
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